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06.06.17 21:55
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Unser Kirchenmusiker Roland Schwark verlässt unsere Gemeinde

Gottesdienst zur Verabschiedung am Sonntag, den 3. September um 15 Uhr in der Pauluskirche Lirich

 

Unsere Gemeinde verabschiedet sich von Roland Schwark

Wir danken unserem Kirchenmusiker Roland Schwark für seine langjährige engagierte kirchenmusikalische Arbeit, die viele Früchte hervorgebracht hat. Danke für die zahlreichen Konzerte, die für die Chöre große Herausforderungen waren, auf die sie immer stolz zurückschauen konnten. Danke für die Begleitung der Gottesdienste mit Orgel, Klavier und Cello. Danke für das herzliche Engagement in den vielen Schulgottesdiensten.

Im Gottesdienst am 3. September um 15 (!) Uhr in der Pauluskirche wollen wir ihn aus seinem Dienst als Kirchenmusiker der Ev. Emmaus-Kirchengemeinde verabschieden und ihm Gottes Segen für seinen neuen Lebensabschnitt zusprechen.

Kay Sandrock

 

Roland Schwark verabschiedet sich von unserer Gemeinde

Da unsere Familie im Sommer nach Meerbusch ziehen wird, ist es auch für mich Zeit, dankbar Rückschau zu halten.

Als ich im Sommer 2000 nach dem Cello- und Dirigierstudium in den USA ins Ruhrgebiet zurückgekommen bin, stach mir die Stellenausschreibung der Pauluskirchengemeinde ins Auge. Ein nebenamtlicher Kirchenmusiker wurde gesucht, der nicht nur die sonntäglichen Gottesdienste begleitet, sondern drei unterschiedliche Chöre leitet.

Mich reizte damals, dass diese „kleine“ Gemeinde mit diakonischem Schwerpunkt trotzdem großen Wert auf Chorarbeit und musikalische Vielfalt legte. Und so fing ich im Oktober 2000 an, die Arbeit, die Rolf Weber mit dem Chor und dem Posaunenchor über viele Jahre verlässlich aufgebaut hatte, weiterzuführen, und auch den wiederauflebenden Jugendchor zu leiten.

Als studiertem Chorleiter lag mir die Chorarbeit zunächst besonders am Herzen. Dabei wuchsen der Chor und ich gemeinsam an den Aufgaben der immer größer werdenden Projekte: Von einem Kantatengottesdienst über ein gemeinsames Konzert mit dem Chor meiner Heimatgemeinde in Recklinghausen bis hin zu den großen Aufführungen von Bachs Weihnachtsoratorium oder Händels Messias brachten wir alles erfolgreich über die Bühne und in die Herzen. Einen besonders bleibenden Eindruck hinterließen die szenischen Aufführungen der Händelschen Johannespassion, seines Auferstehungsoratoriums und des Hoheliedes der Liebe. Dabei sind nicht nur der Chor und ich zusammengewachsen: Seit 2002 ist auch (noch vor der Gemeindefusion!) der Chor mit dem Chor der Lutherkirche zu einem neuen herzlichen und erfolgreichen Chor verschmolzen, dem bis heute nur ein griffiger Name fehlt.

Die Arbeit mit dem Posaunenchor, die ich ja quasi fachfremd gemacht habe, wurde mir nach und nach wichtig. Beeindruckend war, mit wieviel Engagement Ehrenamtliche die Jungbläserausbildung durchgeführt haben und damit über lange Zeit immer wieder neue Spieler gewinnen konnten. Ein Glanzpunkt des Posaunenchores war sicherlich das Jubiläumskonzert zum 90-jährigen Bestehen, bei dem etwa 20 Bläser auf hohem Niveau mus-ziert haben. Leider mussten nach und nach etliche Spieler aus den unterschiedlichsten persönlichen Gründen aus dem Chor ausscheiden.

Überaus faszinierend war für mich die Jugendchorarbeit, denn hier waren natürlicherweise die größten Entwicklungen zu beobachten. Zum einen ist es über die Jahre spannend zu erleben, wie aus Kindern Leute werden. Zum anderen ist immer wieder überraschend und erfüllend zu entdecken, welche Talente in den Jugendlichen stecken und wie alle in den Aufführungen über sich hinauswachsen. Etliche Gemeindeglieder haben ja die Entwicklung wohlwollend mitverfolgt, die auch die seit einigen Jahren regelmäßig stattfindenden Musical-Projekte genommen haben (in wunderbarer Zusammenarbeit mit unserer Jugendleiterin Daniela Heimlich). Von den ersten kleineren Stücken über „Eine Weihnachtsgeschichte“ nach Dickens (die in diesem Jahr noch einmal aufgeführt wird) bis hin zu den beiden großen und intensiven Aufführungen von „Kitty“ und „Grimm!“ wurden die Herausforderungen immer größer - aber gemeistert!

Abseits der großen Aufführungen mit Außenwirkung war aber eigentlich der Weg dorthin zumindest ein Teil des Zieles! In den wöchentlichen Proben war zu spüren, wie die Mitglieder der Chöre sich mit großer Konzentration und Freude engagiert haben und wie die Gruppen menschlich zusammengewachsen sind. Für die viele gemeinsame Zeit bin ich sehr dankbar!

Und das war besonders zu spüren, wenn einer der drei Chöre den Gottesdienst musikalisch gestaltet hat. Immer haben die Chöre dabei die Herzen der Gemeinde berührt und damit Gottes Wort verkündigt - sogar dann, wenn manchmal nur eine Handvoll Jugendlicher gesungen hat!

Ich wünsche der Gemeinde sehr, dass ihr diese musikalische Vielfalt erhalten bleibt, damit viele unterschiedliche Menschen in ihr musikalische, menschliche und auch geistliche Heimat haben und behalten. Denn was wäre die Verkündigung ohne Musik, die direkt ins Herz dringt?

Am Sonntag, dem 3. September um 15 Uhr werde ich aus meiner Arbeit verabschiedet. Ich würde mich freuen, wenn wir uns in diesem gemeinsamen Gottesdienst in der Pauluskirche, sehen würden, in dem auch die Kantate „Allein zu dir, Herr Jesu Christ“ von Johann Sebastian Bach, BWV 33, mit Solisten, kleinem Orchester und Chor erklingen wird - oder bei der Aufführung des Musicals „Eine Weihnachtsgeschichte“ nach Charles Dickens am 9.12. um 17 Uhr, das ich projektweise noch weiterhin musikalisch betreue.

Mit herzlichen Grüßen

Ihr und Euer Roland Schwark