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25.03.20 17:12
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Persönliche Abendgebete aus Anlass der Corona-Krise

Aus Anlass der Corona-Krise sind Sie aufgerufen, jeden Abend um 19 Uhr ein Kerze ins Fenster zu stellen und ein Gebet zu sprechen. Hierfür finden Sie hier für jeden Tag Gedanken und ein Gebet des Buschhausener Pfarrers Andreas Odlozinski.


Abendgebet in der Corona-Krise am Sonntag, dem 24. Mai 2020


Um 19 Uhr beten wir in Oberhausen und Duisburg wieder gemeinsam. Die Glocken läuten, gleichzeitig ruft in der Nachbarstadt inzwischen auch der Muezzin. Kerzen werden angezündet.



Bei mir steht heute, am Sonntag „‘Exaudi“ („Höre“), dem 24. Mai 2020 um 19 Uhr wieder keine Kerze im Fenster im Fenster unseres Pfarrhauses. Stattdessen werde ich in der Lutherkirche Buschhausen sein - zusammen mit unserem Kirchenmusiker Stefan Treutler am Keyboard. Aus diesem Grund zeigt das Foto auch wieder die Altarkerzen in der Kirche. Wir werden wie vor einer Woche eine "Kleine Andächtige Abendmusik" in Videoform präsentieren - mit Moderation, Lesungen, Gebet und Segen. Der Livestream - von dem wir hoffen, dass er dieses Malwieder durchgeht - ist hier auf Facebook zu finden (Link: www.facebook.com/150947461634353/posts/3090908127638257/), ebenso das aufgezeichnete Video, dieses aber auch auf YouTube (Kanal: "Evangelische Kirche in Oberhausen"). Um der Verständlichkeit willen beginnen wir allerdings erst nach dem Gebetsläuten.

Dann noch etwas: Um wieder reale Gottesdienste feiern zu können, werden wir in der Lutherkirche sonntags ab ca. 9.30 zusätzlich ehrenamtliche Helfer*innen als hygienebedingte Platzanweiser*innen benötigen. Für Pfingsten sieht es gut aus. Allerdings fehlen uns am 7. Juni noch drei und am 14. Juni noch zwei Helfende. Wer dazu nach Absprache bereit wäre - bitte per PN im Facebook-Messenger melden!

Das folgende Gebet, das ich für nachher vorbereitet habe, entspricht inhaltlich dem, was ich heute in einem normalen Sonntagsgottesdienst als Fürbitten oder Schlussgebet gesprochen hätte:

---

„Herr, höre meine Stimme, wenn ich rufe!“
Diese Worte Deiner Heiligen Schrift,
Du ewiger allmächtiger Gott,
geben diesem Sonntag bei uns seinen Namen.
Deshalb rufen wir Dich nun an,
im Vertrauen darauf, dass Du tatsächlich hörst,
aber auch im Wissen darum, dass Du
nicht jeden unserer Wüsche erfüllen kannst.
Zu widersprüchlich ist das, was wir Dir
als Einzelne und in unseren
verschiedenen Gruppierungen vortragen.
Aber wir sind gewiss, Du, Gott,
machst aus alledem das Beste
für uns und die ganze Welt.
Deshalb: „Herr, höre meine Stimme, wenn ich rufe!“

Höre meine Stimme, höre unsere Stimmen,
die sich aus der Not der aktuellen Krise erheben:
Wir denken an das Leid der Infizierten:
in Quarantäne an allen Kontakten gehindert,
im Krankenbett um das Leben fiebernd,
Sterbend auf dem letzten Weg des Lebens.
Aber wir denken auch an die vielen anderen
für die Betroffenen oft viel härteren Krankheiten
und jene, die darunter leiden.
Wir denken an die Trauernden, und zwar an alle,
nicht nur jene, bei denen Covid-19 Ursache war.
Und es gibt auch andere schwere Verluste
als nur die durch den Tod:
Verlust der wirtschaftlichen Existenzgrundlagen,
Verlust von Körperteilen,
Verlust an Orientierung
Verluste durch zerstörte Beziehungen,
Verluste von anderem lieb Gewonnenem…
Für all die leidenden und trauernden Menschen
bitten wir Dich, Gott, um Dein Erbarmen
um Heil und Heilung, um Hilfe
und Ermutigung zur Hoffnung.
Deshalb: „Herr,
höre meine Stimme, wenn ich rufe!“

Höre meine Stimme, höre unsere Stimmen,
angesichts all der menschlichen Begrenztheit,
angesichts der vielen Fehler
und Unzulänglichkeiten,
angesichts des an so vielen Stellen
fehlenden Durchblicks,
angesichts bewusster Bosheit
kurzum: angesichts von Schuld und Sünde.
Wir sehen sie, wenn Flugzeuge abstürzen
aufgrund technischer Defekte
wie gerade in Pakistan geschehen.
Sie trifft auf unser Leben,
wenn Politiker falsche Entscheidungen treffen,
wenn sie gar bewusst verleugnen und lügen,
wenn wir unsere Eigeninteressen
über das Wohl aller stellen,
manchmal aber auch merken:
wir können gar nicht anders,
wenn wir Leben und Position bewahren wollen
- für uns selbst, für unsere Lieben.
Selbst als Kirchen, voll guten Willens
Dir, Gott, und Deinem Sohn Jesus nachzufolgen,
sind wir davor nicht gefeit,
wie das Beispiel jenes Gottesdienstes zeigt,
bei dem sich in Frankfurt
so viele mit dem neuen Virus angesteckt haben.
Auch da bitten wir um Dein Erbarmen, Gott,
um Heil und Heilung, um Hilfe
um Versöhnung mit Konkurrentinnen
und Gegnern, vor allem aber mit uns selbst
und unserer eigenen Unzulänglichkeit.
Wir bitten um Vergebung.
Schenke Hoffnung, wo wir selbst
wenig Anlass dazu bieten.
Deshalb: „Herr,
höre meine Stimme, wenn ich rufe!“

Gott, wir nehmen wahr,
wie sehr Deine Schöpfung leidet,
leidet unter unserem menschlichen Handeln.
Auch wenn die Stichworte wegen „Corona“
aus den Schlagzeilen und Top-Nachrichten
weitgehend verschwunden sind.
Die Meere sind weiterhin voll Mikroplastik,
das Klima erwärmt sich weltweit,
Arten sterben, jetzt oft schneller als zuvor,
weil niemand mehr hinguckt,
Tiere werden zur Fleischproduktion
würdelos behandelt behandelt
wie leblose Gegenstände
und das lange vor dem eigentlichen
Moment des Schlachtens.
Doch Covid-19 richtet seinen harten
Scheinwerferstrahl nun gerade
auf diese Welt, die wir so gerne verdrängen.
Billig ist nicht immer recht,
nicht vor Dir, Gott, dem Schöpfer!
Wir bitten Dich, Du Lebendiger:
Hilf uns das Leben und Deine Schöpfung
zu fördern und zu bewahren.
Auch hier bitten wir
um Dein Erbarmen, Gott,
um Heil und Heilung, um Hilfe
um Deinen pfingstlich-heiligen
Schöpfergeist der Liebe
und Solidarität mit allem, was lebt.
Deshalb: „Herr,
höre meine Stimme, wenn ich rufe!“

Ja, Gott, höre meine Stimme,
höre unsere Stimmen
- auch und gerade jetzt,
wenn wir zwar körperlich getrennt,
im Geist jedoch verbunden,
das Gebet Jesus sprechen
Alles nicht Genannte aber sei
mit hineingenommen:

„Vater unser im Himmel!
Geheiligt werde dein Name.
Dein Reich komme.
Dein Wille geschehe, wie im Himmel, so auf Erden.
Unser tägliches Brot gib uns heute.
Und vergib uns unsere Schuld,
wie auch wir vergeben unseren Schuldigern.
Und führe uns nicht in Versuchung,
sondern erlöse uns von dem Bösen.
Denn dein ist das Reich und die Kraft
und die Herrlichkeit in Ewigkeit.
Amen.“

---

P.S.: ICH LADE AUCH HERZLICH DAZU EIN, MIR IHRE UND EURE GEBETSANLIEGEN MITZUTEILEN. DANN KANN ICH SIE IN MEINE TÄGLICHEN GEBETSVORSCHLÄGE MIT AUFNEHMEN (einfach per E-Mail an andreas.odlozinski@ekir.de senden)!
 


Abendgebet in der Corona-Krise am Samstag, dem 23. Mai 2020

Um 19 Uhr beten wir in Oberhausen und Duisburg wieder gemeinsam. Die Glocken läuten, gleichzeitig ruft in unserer Nachbarstadt auch der Muezzin. Kerzen werden angezündet.



Bei mir steht heute, am Samstag, dem 23. Mai 2020 um 19 Uhr wieder keine Kerze im Lehmbachstraßenfenster sondern wieder die „Mitnahme-Laterne“ in der Landschaft - wahrscheinlich irgendwo zwischen Oberhausen und meiner Heimat in und um Düsseldorf. Ich besuche meine Mutter, um ihr wiederum etwas von unserer vorgestrigen Fahrt aus ihrer norddeutschen Heimat an Nordsee und Wesermündung mitzubringen.

Von da ausgehend werde ich so beten und lade wieder ein mitzubeten oder sich analog oder ergänzend eigene Worte zurechtzulegen:

---

Ewiger Gott,
der Du uns mütterlich umsorgst
und den wir mit Jesus Vater nennen!

Du hast uns das Leben geschenkt
durch unser Eltern, Vater und Mutter,
vor allem aber durch unsere Mutter,
die uns monatelang im Leib getragen,
geborgen und genährt hat.

Durch beide hast Du uns begleitet
auf unseren ersten Schritten
durch das noch junge Leben.
Später dann sind viele andere
zu ihnen hinzugetreten,
haben gelegentlich auch den einen
oder die andere von beiden ersetzt,
weil es die Umstände so wollten.
Da waren Großeltern, Geschwister,
Erzieherinnen und Erzieher,
Lehrerinnen und Lehrer,
Freundinnen, Freunde und ihre Familien,
bei manchen Stiefelternteile,
Ausbilderinnen und Ausbilder.
Für sie alle danken wir.
Durch sie hast Du uns ganz wesentlich
zu denen werden lassen,
die wir nun am heutigen Tag sind.
Ja, inzwischen sind viele von uns
selbst schon solche Wegbegleiter
und -begleiterinnen für andere geworden.
Haben wir uns dabei von Dir
in Deinen Dienst nehmen lassen,
Liebe und Mitmenschlichkeit vorgelebt,
gläubiges Vertrauen?
Wenn nicht, dann vergib uns
und lass es uns künftig besser machen!

Wir sind aber auch geprägt
durch Orte und Landschaften,
durch Mentalitäten, die vorherrschten,
wo wir aufgewachsen sind.
Da war dieses Geschäft
mit jenen Kaufleuten,
bei denen wir das Handeln lernten
beim Ausgeben des Taschengeldes.
Der Baum, die Kriegsruine,
der Felsen oder Rohbau,
wo man kletternd sein erstes
kleines Abenteuer erlebt hat.
Da gab es erste Bekanntschaften
mit Tieren in Haushalten,
auf Weideflächen, im Zoo.
Flüsse, Kanäle, Bäche, Seen,
bei manchen sogar das Meer,
ließen erste Bekanntschaft
mit dem Lebenselixier Wasser machen.
In einer Kirche, einem Gemeindehaus
wurden wir damit getauft
und so mit Dir, Gott verbunden.
Später erste Kommunion,
Konfirmation, bei anderen
Beschneidung, Bar oder Bat Mitzwa…
Auch Zeichen der Verbundenheit
mit Dir, ewiger, allmächtiger Gott!
Auch dafür danken wir Dir,
für die Heimat, die Du uns geschenkt hast,
den prägenden Ort
oder die prägenden Orte,
wo wir die wurden, die wir sind.

Vor allem aber sind wir
Deine geliebten Kinder.
Und als solche bitten wir
in diesen Tagen weiterhin,
dass Du uns beistehst in der Krise,
die das neue Virus ausgelöst hat.
Wir bitten um Verschonung
vor lebensbedrohlicher Erkrankung
und um Heilung für alle,
die von Krankheit getroffen sind,
welcher Art sie auch immer sei.
Wir bitten um Trost,
wo das Leben sein Ende erreicht hat.
Besonders bitten wir da heute
um Deinen Beistand für die Gäste
eines Gottesdienstes in Frankfurt,
die sich dort mit dem Coronavirus
angesteckt haben und dann auch
für die Menschen, die in Pakistan
Opfer des Flugzeugabsturzes wurden.
Ja, Gott, schenke Heil und Hoffnung
überall da, wo Deine Geschöpfe
Leid erdulden müssen.
Du allein bist fester Halt und Grund
für uns in Zeit und Ewigkeit.

Und alles, was nicht genannt wurde
uns aber auch am Herzen liegt,
sei nun hineingenommen in Jesu Gebet:

„Vater unser im Himmel!
Geheiligt werde dein Name.
Dein Reich komme.
Dein Wille geschehe, wie im Himmel, so auf Erden.
Unser tägliches Brot gib uns heute.
Und vergib uns unsere Schuld,
wie auch wir vergeben unseren Schuldigern.
Und führe uns nicht in Versuchung,
sondern erlöse uns von dem Bösen.
Denn dein ist das Reich und die Kraft
und die Herrlichkeit in Ewigkeit.
Amen.“

---

P.S.: ICH LADE AUCH HERZLICH DAZU EIN, MIR IHRE UND EURE GEBETSANLIEGEN MITZUTEILEN. DANN KANN ICH SIE IN MEINE TÄGLICHEN GEBETSVORSCHLÄGE MIT AUFNEHMEN (einfach per E-Mail an andreas.odlozinski@ekir.de senden)!

Auf demselben Wege können sich auch Menschen melden, die bereit sind, bei unseren künftig wieder möglichen Gottesdiensten Dienst als Hygiene-Platzanweiser*innen zu tun. Es fehlen zurzeit noch drei Helfende für den 7. und zwei für den 14. Juni (jeweils ab 9.30 Uhr). BITTE MELDEN (s.u.)!



Abendgebet in der Corona-Krise am Freitag, dem 22. Mai 2020

Um 19 Uhr beten wir in Oberhausen und Duisburg wieder gemeinsam. Die Glocken läuten, gleichzeitig ruft in unserer Nachbarstadt auch der Muezzin. Kerzen werden angezündet.

 


 
Bei mir steht heute, am Freitag, dem 22. Mai 2020 um 19 Uhr wieder eine Kerze mit Ständer aus meinen Privatbeständen im Fenster, da mir für die heutigen Anliegen etwas mit Bezug fehlt. Ich muss im Nachhinein leider auch peinlicher Weise bekennen, bei der Vorarbeit für den gestrigen Ausflugstag - auch gebetsmäßig - den Anlass „Christi Himmelfahrt“ völlig außen vor gelassen zu haben. Das ist mir aber erst beim Beginn des Radiogottesdienstes im Auto aufgefallen. Ansonsten bin ich dankbar für die gestrige „Auszeit“ und schon wieder im Alltag angekommen…

Von da ausgehend werde ich so beten und lade wieder ein mitzubeten oder sich analog oder ergänzend eigene Worte vor unserem himmlischen Herrn zurechtzulegen:

---

Ewiger Gott,
Deine Existenz übersteigt alles,
was wir uns vorstellen können.
Und doch sind wir gewiss:
Du bist da - auch für uns.
Doch bist Du nicht Teil der Welt,
sondern vor ihr, nach ihr,
über ihr, in ihr, um sie herum…
Ein wenig so,
wie die Luft, die wir Atmen,
wie die Atmosphäre unserer Erde.
Spürbar, erfahrbar, wirksam,
aber nicht sichtbar wie der Wind,
nicht greifbar wie Wolken und Nebel.
Deine Welt, Gott,
die Dimension Deines Seins:
nicht zugänglich
wie Jahrmillionen lang der Himmel
über den Orten unseres Daseins,
der deshalb Symbol und Gleichnis
für diese Deine Welt wurde.

Von dorther kommen wir,
kommt alles Leben.
Dorthin geht es zurück.
Auch Jesus ist dorthin zurückgekehrt.
Davon sind wir überzeugt.
Das haben wir gestern gefeiert.
Als Dein Sohn hat er dort
einen besonderen Platz,
Dir, dem Herrn aller Herren ganz nahe.
Eins mit Dir im Wollen und Tun.
Eins mit dir im Urteil - auch über uns.
Wir bitten und hoffen, dass es gnädig
und vergebend ausfallen wird.
So, wie Jesus es auf Erden
zugesagt und praktiziert hart.
Auch wenn wir es nicht verdienen,
all unserem Versagen zum Trotz!
So bitten wir gleich wieder:
„Vergib uns unsere Schuld.“
Und wir hoffen auch für uns selbst
auf einen Platz in Deinen
himmlischen Wohnungen.
Gepriesen seist Du für diese Hoffnung.
Sie nimmt uns die Furcht vor dem Tod
und sollte uns wie Jesus
kämpfen lassen für das Leben -
auch wenn ein Kreuz am Horizont droht.

Für dieses Leben hier in seiner Fülle
danke ich Dir, himmlischer Vater.
Es nicht das Ziel, aber
entscheidende Etappe unserer Existenz.
Hier entscheidet sich wie wir dastehen,
wenn wir am Ende vor Dir stehen.
Ich danke Dir für die Fülle
der hier gesammelten Erfahrungen
die Prüfungen und Herausforderungen.
Im Moment prüft uns das Virus.
Prüfst Du uns durch sein Kommen?
Werden wir bestehen?
Was zählt mehr?
Das Bewahren des Irdischen?
Die Hoffnung auf das Himmlische?

Ich ringe um Antwort und bitte:
Gott, gib Zeichen und komm zu uns
als Heiliger Geist der Wahrheit
und Weisheit ist!

Ich danke Dir auch für Zeiten
des Durchatmens, der Freiheit,
der Erbauung an Deiner Schöpfung.
Für alle Auszeiten im Alltag.
Für die Menschen,
die mir nahestehen: 

in Familie und Freundeskreisen
Kolleginnen und Kollegen…
Für das, was nötig ist im Leben
hier und jetzt auf der Erde:
Nahrung, Kleidung, Wohnung…
All das stützt und stärkt
auf dem Weg durch die Zeit
hin zu Deiner ‚himmlischen‘ Ewigkeit.
Danke Gott für all dies
und für alle nicht genannten Gaben.

Ja, Gott, das nicht Genannte sei nun
wieder hineingenommen in das Gebet,
das der zum Himmel aufgefahrene Jesus
uns in seinen irdischen Jahren gelehrt hat:

„Vater unser im Himmel!
Geheiligt werde dein Name.
Dein Reich komme.
Dein Wille geschehe, wie im Himmel, so auf Erden.
Unser tägliches Brot gib uns heute.
Und vergib uns unsere Schuld,
wie auch wir vergeben unseren Schuldigern.
Und führe uns nicht in Versuchung,
sondern erlöse uns von dem Bösen.
Denn dein ist das Reich und die Kraft
und die Herrlichkeit in Ewigkeit.
Amen.“

---

P.S.: ICH LADE AUCH HERZLICH DAZU EIN, MIR IHRE UND EURE GEBETSANLIEGEN MITZUTEILEN. DANN KANN ICH SIE IN MEINE TÄGLICHEN GEBETSVORSCHLÄGE MIT AUFNEHMEN (einfach per E-Mail an andreas.odlozinski@ekir.de senden)!

Auf demselben Wege können sich auch Menschen melden, die bereit sind, bei unseren künftig wieder möglichen Gottesdiensten Dienst als Hygiene-Platzanweiser*innen zu tun. Es fehlen zurzeit noch drei für den 7. und zwei für den 14. Juni (jeweils ab 9.30 Uhr). BITTE MELDEN (s.u.)!




Abendgebet in der Corona-Krise am Donnerstag, dem 21. Mai 2020

Um 19 Uhr beten wir in Oberhausen und Duisburg wieder gemeinsam. Die Glocken läuten, gleichzeitig ruft in unserer Nachbarstadt auch der Muezzin. Kerzen werden angezündet.

 



Bei mir steht heute, am Donnerstag, dem 21. Mai 2020 um 19 Uhr wieder keine Kerze im Fenster, dafür wird das Teelicht der gestrigen Laterne vermutlich irgendwo nördlich von Oberhausen am Straßenrand, auf einem Parkplatz oder im Auto brennen, da ich um die Zeit voraussichtlich noch mit meiner Frau unterwegs sein werde. Vorgestern hatten wir unseren 30. Hochzeitstag…

Von da ausgehend werde ich so beten und lade wieder ein mitzubeten oder sich analog oder ergänzend eigene Worte vor unserem Herrn zurechtzulegen - ist an der einen, meinerseits besonders persönlichen Stelle sicher auch nötig:

---

Ewiger Gott! Herr der Welt!
Schöpfer des Universums!

Bunt und groß ist Deine Welt,
wunderbar und vielfältig.
So verschiedene Menschen,
so verschiedene Kulturen,
Einstellungen, Perspektiven,
Stile und Traditionen
durch die Zeiten hindurch.

Die Natur, Deine Schöpfung -
voller wundervoller Kreaturen:
die Fülle der Farben und Formen,
Riesengroßes, mikroskopisch Kleines,
Weiches, Zartes, Hartes, Gefährliches,
wie das aktuell grassierende Virus,
aber auch Giftiges, Bissiges,
Stachelbewehrtes…
Pflanzen, Tiere, Pilze, Einzeller…
Diese außerordentliche Fülle
von Dir geschenkt -
und wir ein Teil von ihr!

Immer wieder zieht es mich,
dieser Vielfalt nachzuspüren
beim Betrachten des Kleinen,
bei der Begegnung mit dem Großen,
zu sehen, was es alles gibt,
wie alles auch noch sein könnte
und im Spiegel; wer ich bin,
was Du mir geschenkt hast
an Möglichkeiten und Begabungen,
aber auch was ich alles nicht bin,
dafür andere und anderes,
von Dir so geschaffen,
mit Dir so geworden…

Jetzt bin ich unterwegs.
Neues entdecken. Das tut gut.
Das erfüllt meine Seele.
Die Fülle Deiner Welt genießen.
Mit einem Ausflugstag.
Lass uns an seinem Ende
erfüllt und gesund zurückkehren.

Danke auch für den
wichtigsten Mensch meines Lebens
an meiner Seite - auch heute.
Danke für die 30 Ehejahre,
die in diesen Tagen vollendet wurden:
Jahre mit Freude und Leid,
guten und bösen Tagen,
wie es damals in Kirche
und Standesamt hieß.
Du Gott, hast uns jedenfalls geleitet
bis heute. Und so viele andere auch.
Danke dafür, o Gott!

Aber: viele hatten und haben
in diesen Tagen auch Schwierigkeiten
miteinander, wir auch:
All die Beschränkungen,
all die so neuen Herausforderungen,
dazu Ängste und Sorgen
um Gesundheit und Zukunft.
Kein Ausweichen.
Krise ist Stunde der Wahrheit.
Deshalb, allmächtiger, ewiger Gott!
Sei bei uns in dieser wirren Zeit!
Hilf uns hindurch durch die Krise
und führe uns heraus als Paare,
als Menschheit als ganze Welt!

Du, Gott, der Du Liebe und Hoffnung
in uns einpflanzt, du der Grund und Halt
unseres Glaubens und Lebens bist!

Und all das was gerade
nicht ausdrücklich genannt wurde
sei nun hineingenommen
in das Gebet Jesu:

„Vater unser im Himmel!
Geheiligt werde dein Name.
Dein Reich komme.
Dein Wille geschehe, wie im Himmel, so auf Erden.
Unser tägliches Brot gib uns heute.
Und vergib uns unsere Schuld,
wie auch wir vergeben unseren Schuldigern.
Und führe uns nicht in Versuchung,
sondern erlöse uns von dem Bösen.
Denn dein ist das Reich und die Kraft
und die Herrlichkeit in Ewigkeit.
Amen.“

---

P.S.: ICH LADE AUCH HERZLICH DAZU EIN, MIR IHRE UND EURE GEBETSANLIEGEN MITZUTEILEN. DANN KANN ICH SIE IN MEINE TÄGLICHEN GEBETSVORSCHLÄGE MIT AUFNEHMEN (einfach per E-Mail an andreas.odlozinski@ekir.de senden)!

Auf demselben Wege können sich auch Menschen melden, die bereit sind, bei unseren künftig wieder möglichen Gottesdiensten Dienst als Hygiene-Platzanweiser*innen zu tun. Es fehlen zurzeit noch drei für den 7. und zwei für den 14. Juni (jeweils ab 9.30 Uhr). BITTE MELDEN (s.u.)!

 

Abendgebet in der Corona-Krise am Mittwoch, dem 20. Mai 2020

Um 19 Uhr beten wir in Oberhausen und Duisburg wieder gemeinsam. Die Glocken läuten, gleichzeitig ruft in unserer Nachbarstadt auch der Muezzin. Kerzen werden angezündet.


 
Bei mir steht heute, am Mittwoch, dem 20. Mai 2020 um 19 Uhr keine Kerze im Fenster, dafür wird dann wieder eine kleine Laterne mit Teelicht an meinem Fahrradlenker hängen - irgendwo zwischen unserem Pfarrhaus und dem Haus des Evangelischen Kirchenkreises an der oberen Marktstraße. Wenig später trifft sich nämlich der „KED-Ausschuss“ des Kirchenkreises, dessen Mitglied ich bin. „KED“ steht dabei für Kirchlichen Entwicklungsdienst und weltweite Ökumene. Eine durchgängige Hauptaufgabe dieses Ausschusses ist die Pflege der Partnerschaften mit Kirchenkreisen in Tansania, Indonesien und Südafrika…

Von da ausgehend bete ich heute so:

---

Ewiger Gott! Herr der Welt!
Schöpfer des Universums!

Überall auf der Erde
berufen sich Menschen auf Dich
und gehören wie wir
zu Gemeinden und Gemeinschaften,
die auf Dich vertrauen,
die ihr Leben nach Deinem Gebot
der Liebe und der Gerechtigkeit
führen wollen.
Sie preisen Dich gemeinsam,
sie beten Dich an, erinnern sich
gegenseitig an den Halt,
den Du, Gott, gibst
und an Dein befreiendes Handeln.
Sie vertrauen darauf,
dass Du uns auch in Zukunft
hältst, trägst und befreist.
Als Christinnen und Christen
sind wir Dir verbunden durch
die Taufe, die Jesus geboten hat.
Für all das danken wir Dir!

Manchen dieser Gemeinden
sind wir besonders verbunden
in internationalen Partnerschaften.
Wir Evangelischen hier in Oberhausen
ganz besonders Gemeinden
in den Kirchenkreisen Samosir
der Toba-Batak-Kirche in Indonesien,
dem „Kusini District“ in der
Evangelisch-Lutherischen Nordost-Diözese
in Tansania und dem
District „Freestate and Lesotho“ der
„Uniting Reformed Church of South Africa“.
In vielen Begegnungen haben wir uns
gegenseitig bereichert und ermutigt,
aber auch das jeweils andere
kirchliche Leben kritisch
unter die Lupe genommen.
Für diese vielen Impulse danken wir Dir.
Vor allem aber sehen wir ein Stück
der Vielfalt, das Leben in Deinem Dienst
annehmen kann.

Von unseren katholischen Geschwistern
hier in Buschhausen weiß ich,
dass sie Partnerschaften nach Mozambique
und Brasilien pflegen.
Ich nehme an, sie können Dir ähnlich danken.

Im gegenseitigen Vergleich
des alltäglichen Lebens
nehmen wir aber auch wahr,
wie ungerecht die Verteilung Deiner Güter
unter den verschiedenen Weltgegenden ist.
Wir erfahren, dass die neue Krankheit
unsere Partner weniger hart getroffen hat,
dafür aber die wirtschaftlichen Folgen
der hier getroffenen Gegenmaßnahmen
um so mehr, sehen uns nicht nur da
deutlich vor die Gerechtigkeitsfrage gestellt.
Haben Menschen im Süden der Welt
weniger Recht auf Leben als hier?
Doch wohl kaum. Sie sind doch auch
Deine Kinder, geliebt wie wir,
unsere Freundinnen und Freunde,
Schwestern und Brüder im Glauben.

Deshalb bitten wir Dich, Gott,
um Gerechtigkeit
und um Frieden zwischen den Völkern,
der ohne Gerechtigkeit nicht sein kann.
Wir bitten Dich: steh denen bei,
denen wir besonders verbunden sind.

Im Blick auf die aktuelle Krise
bitten wir dich um Kraft, Ideen
und Einsatzbereitschaft
bei der Suche nach Wegen,
das Virus und seine Auswirkungen
wirksam zu bekämpfen.
Ermutige uns, auch denen beizustehen,
die es aufgrund ihrer Lage schwerer haben,
diesen Kampf aufzunehmen, als wir.
Auch unsere Partner im Süden dieser Welt
gehören überwiegend zu ihnen.
Wecke Solidarität und Liebe
nicht nur in unserer unmittelbaren
Umgebung, sondern weltweit.

Und wo wir trotz aller Bemühungen
an unsere Grenzen kommen,
wo das irdische Leben selbst
an seine Grenze kommt,
da schenke Trost und Hoffnung
und die Gewissheit, dass Du da bist
über allem, unter allem, in allem
und um uns herum in Zeit und Ewigkeit.

Alles heute nicht ausdrücklich Genannte
aber sei nun hineingenommen
in das Gebet Jesu:

„Vater unser im Himmel!
Geheiligt werde dein Name.
Dein Reich komme.
Dein Wille geschehe, wie im Himmel, so auf Erden.
Unser tägliches Brot gib uns heute.
Und vergib uns unsere Schuld,
wie auch wir vergeben unseren Schuldigern.
Und führe uns nicht in Versuchung,
sondern erlöse uns von dem Bösen.
Denn dein ist das Reich und die Kraft
und die Herrlichkeit in Ewigkeit.
Amen.“

---

P.S.: ICH LADE AUCH HERZLICH DAZU EIN, MIR IHRE UND EURE GEBETSANLIEGEN MITZUTEILEN. DANN KANN ICH SIE IN MEINE TÄGLICHEN GEBETSVORSCHLÄGE MIT AUFNEHMEN (einfach per E-Mail an andreas.odlozinski@ekir.de senden)!

Auf demselben Wege können sich auch Menschen melden, die bereit sind, bei unseren künftig wieder möglichen Gottesdiensten Dienst als Hygiene-Platzanweiser*innen zu tun. Es fehlen zurzeit noch drei für den 7. und zwei für den 14. Juni (jeweils ab 9.30 Uhr). BITTE MELDEN (s.u.)!


 


Abendgebet in der Corona-Krise am Dienstag, dem 19. Mai 2020

Um 19 Uhr beten wir in Oberhausen und Duisburg wieder gemeinsam. Die Glocken läuten, gleichzeitig ruft in unserer Nachbarstadt auch der Muezzin. Kerzen werden angezündet.

 

 

 

 

Bei mir steht heute, am Montag, dem 19. Mai 2020 um 19 Uhr nach längerer Zeit wieder die aktuelle Konfikerze im Fenster. Heute wäre wieder Konfistunde und auch für die Konfirmandenarbeit zeichnet sich ab, dass da bald wieder etwas gehen könnte. Aber sicher total anders als bisher. Lockere Spiele, Umarmen, Hände reichen, Nähe in allen Formen, kooperatives Arbeiten - das was mir bisher wichtig war, wird großenteils nicht gehen. Ruhige, maßvolle Bewegungen im Raum, ja nicht unter 1,50 m kommen… Frontalunterricht an Einzelplätzen soll es aber ausdrücklich auch nicht sein… Das verlangt Disziplin, gegebenenfalls auch deutliche Ansagen und ständige Wachsamkeit. Vor allem aber Zeit, alles ganz neu und anders zu konzipieren. Ich frage mich, ob ich dem gewachsen sein werde, aber auch ob ich selbst im Konfi-Alter die nötige Disziplin aufgebracht hätte. Wenn ich ehrlich bin, glaube ich, wir hätten das Ganze erstmal zu einem harten Testlauf für unseren Pfarrer werden lassen (und da gab es noch ganz andere Kaliber als mich in der Gruppe). Zum Glück gab es damals kein Covid-19 und die Frage erübrigt sich…

Von meiner Frau und anderen, die an den Schulen schon unterrichtend gestartet sind, höre ich jedenfalls von täglichen Gratwanderungen - immer im Hinterkopf: Was, wenn hinter einer fatalen Infektion am Ende eine zu große Nähe in meiner Klasse, in meinem Verantwortungsberiech stand?

Zugleich bin ich dankbar, für die beiden Pfingsttage schon die nötigen Zusagen von Ehrenamtlichen für den dienst als Platzanweiser*innen zu haben. Jetzt fehlen noch je vier für den 7. und 14. Juni (jeweils ab 9.30 Uhr). BITTE MELDEN (s.u.)!

Von da ausgehend bete ich heute so:

---

Ewiger Gott!
Auch heute will ich wieder
mit Dank starten.
Danke, dass wir wieder näher
zueinanderkommen können.
Zum Beispiel und vor allem:
Gottesdienste feiern.

Danke auch, dass hier in Buschhausen
am Pfingstfest Menschen bereit sind,
die nötigen Hilfestellungen zu leisten
zur Vermeidung von Infektionen.
Zugleich bitte ich Dich,
auch für die weiteren Wochen
Menschen bereit zu machen
für diesen wichtigen Dienst,
so dass es nicht bei diesen
ersten Malen bleibt.

Bald wird auch wieder die Arbeit
mit Konfirmandinnen und Konfirmanden
möglich sein. Nur wie?
Jugendliche wollen doch Bewegung.
Da gehören „Sturm und Drang“ dazu,
Überschwang, Nähe in Freundschaft
aber auch Konflikt.
Eigentlich. Jetzt aber nicht.
Maßvoll muss es zugehen und bedacht
auf Abstand, Sauberkeit, Vorsicht.
Einmal nicht aufgepasst
und das noch unerkannte Virus
bekommt seine Chance.
Werden die Jugendlichen
dieser Verantwortung gerecht werden.
Was, wenn nicht?
Und was mache ich dann?
Was meine Kolleginnen und Kollegen?
Macht das Zusammensein
in Deinem Namen, Gott,
dann überhaupt noch Spaß?
Werden sich dann noch junge Menschen
für Dich gewinnen lassen?
Das gilt natürlich auch
für andere Lebensbereiche:
Schule, Hobbys, Vereine…
Legt sich am Ende ein Mehltau
trister Wohlanständigkeit über uns?
Oder folgt irgendwann ein Ausbruch?

Gott, sei bei uns, sei vor allem
bei all den jungen Leuten,
die noch soviel Zukunft
auf dieser Erde erwarten.

Am besten aber:
Mach der Krise ein Ende!
Stoppe das Virus!
Heile die Erkrankten!
Befreie uns zur Zukunft
- alt und jung!

Und alles nicht Genannte
nehmen wir nun mit hinein
in Jesu Gebet:

„Vater unser im Himmel!
Geheiligt werde dein Name.
Dein Reich komme.
Dein Wille geschehe, wie im Himmel, so auf Erden.
Unser tägliches Brot gib uns heute.
Und vergib uns unsere Schuld,
wie auch wir vergeben unseren Schuldigern.
Und führe uns nicht in Versuchung,
sondern erlöse uns von dem Bösen.
Denn dein ist das Reich und die Kraft
und die Herrlichkeit in Ewigkeit.
Amen.“

---

P.S.: ICH LADE AUCH HERZLICH DAZU EIN, MIR IHRE UND EURE GEBETSANLIEGEN MITZUTEILEN. DANN KANN ICH SIE IN MEINE TÄGLICHEN GEBETSVORSCHLÄGE MIT AUFNEHMEN (einfach per E-Mail an andreas.odlozinski@ekir.de senden)!



Abendgebet in der Corona-Krise am Montag, dem 18. Mai 2020

Um 19 Uhr beten wir in Oberhausen und Duisburg wieder gemeinsam. Die Glocken läuten, gleichzeitig ruft in unserer Nachbarstadt auch der Muezzin. Kerzen werden angezündet.

 


 
Bei mir steht heute, am Montag, dem 18. Mai 2020 um 19 Uhr wieder eine Altarkerze aus der Kirche im Fenster, denn unsere Gottesdienste sind aktuell das für mich beherrschende Thema, da im Moment letzte Hand an unsere Hygienekonzepte zur Wiederöffnung der Kirchen für Gottesdienste gelegt wird. Diese müssen dann noch der Superintendentur und der Stadt vorgelegt werden… Bestandteil aller drei Konzepte in Emmaus aber sind mitwirkende Ehrenamtliche. Nur dann kann es wieder Gottesdienste geben. Aufgrund der Enge und der zwei Gänge werden wir in der Lutherkirche Buschhausen jedes Mal vier von ihnen benötigen, wenn wir Ein- und Auslass einigermaßen zügig bewältigen wollen. Bei Taufen, die wir danach feiern, würden sie auch noch gebraucht. Im Wesentlichen wird es darum gehen, an den Türen Angemeldete aufzurufen und Namen für die unter Umständen nötige Ansteckungsverfolgung zu kontrollieren, zu gucken, das der Abstand eingehalten wird, dass die Leute ihre Mund-Nase-Abdeckung aufgesetzt und ihre ihre Hände vorher und nachher desinfiziert haben. Dazu am Ende die Bewachung der Kollekte. Innen wird es darum gehen, den Leuten die Plätze anzuweisen und sie hinterher so zum Rausgehen aufzurufen, dass der nötige Abstand gewahrt wird. Als erste Gottesdienste angedacht sind die an Pfingstsonntag und -montag, jeweils um 10.00 Uhr.
Damit nicht immer dieselben diese Dienste übernehmen, hoffen wir auf möglichst viele Freiwillige. BITTE MELDET EUCH (beim Gemeindebüro, bei meiner Kollegin und meinen Kollegen oder per E-Mail bei mir / Adresse siehe unten!)!!!

Von da ausgehend bete ich heute so:

---

Guter Gott!
Wir freuen uns und sind dankbar,
dass sich unser Lebenshorizont
in der Corona-Krise wieder weitet.
Dass es so aussieht,
als könnten wir die Zeit
der total krassen Einschränkungen
langsam, Schritt für Schritt,
hinter uns lassen.
Vorsichtig tastend, denn vereinzelte,
aber derzeit eingrenzbare Rückschläge
zeigen uns: Die Gefahr ist nicht vorbei.
Danke, Gott für jede Lockerung
der vom Virus angelegten Fesseln.

Zugleich bitten wir Dich, Gott:
Lass diese Versuche gelingen,
die uns Befreiung schenken
aus der Enge der bisher
getroffenen Maßnahmen -
aber ohne erneuten
Wiederanstieg der Zahl der Infektionen.
Mach, dass alle verantwortlich
mit der neu gewonnen Freiheit
umgehen.

Auch wir als Kirche, als Christinnen
und Christen freuen uns.
Denn in diesem Zusammenhang
dürfen und wollen wir
wieder Gottesdienste feiern.
Für diese Möglichkeit danken wir.
Auch wenn vieles noch nicht geht,
manches noch unsicher ist
und wir deshalb lieber Verzicht üben,
um niemand zu schaden
- etwa beim Feiern Deines Heiligen
Abendmahls oder beim Singen.

Gleichzeitig liegt damit auch
eine große Verantwortung
auf unseren Schultern.
Wir möchten ja, dass niemand
angesteckt wird und dann
vielleicht lebensbedrohlich erkrankt
wenn wir in Deinem Namen
zusammen sind.
Da brauchen wir Menschen,
die helfen bei Hygiene
und Organisation.
Dass niemand versehentlich
in Deinem Haus Schaden nimmt.
Wir danken Dir für alle,
die dazu schon bereit sind.
aber mehr Schultern
können auch mehr tragen.
Gleichzeitig bitten wir:
Gott, ermuntere und ermutige
weitere Menschen zu diesem Dienst.

Und wir bitten weiter,
dass die Krise und alle Nöte,
die daraus folgen möglichst bald
ein Ende haben.
Dass Virus und Krankheit ihre
lebensbedrohliche Macht verlieren,
dass Heilung möglich wird,
wo Menschen bisher hart getroffen sind.
Solange das aber noch nicht der Fall ist
schenke Trost in der Trauer,
hilf zu gerechtem Tragen der Lasten,
mach dass die teilen, die aus der Krise
gerade Vorteile ziehen können.

Gott, hilf uns, steh uns bei
schenke Zukunft und Hoffnung,
so wie gestern auch heute
und morgen und in Ewigkeit!

Und alles nicht Genannte
nehmen wir nun mit hinein
in Jesu Gebet:

„Vater unser im Himmel!
Geheiligt werde dein Name.
Dein Reich komme.
Dein Wille geschehe, wie im Himmel, so auf Erden.
Unser tägliches Brot gib uns heute.
Und vergib uns unsere Schuld,
wie auch wir vergeben unseren Schuldigern.
Und führe uns nicht in Versuchung,
sondern erlöse uns von dem Bösen.
Denn dein ist das Reich und die Kraft
und die Herrlichkeit in Ewigkeit.
Amen.“

---

P.S.: ICH LADE AUCH HERZLICH DAZU EIN, MIR IHRE UND EURE GEBETSANLIEGEN MITZUTEILEN. DANN KANN ICH SIE IN MEINE TÄGLICHEN GEBETSVORSCHLÄGE MIT AUFNEHMEN (einfach per E-Mail an andreas.odlozinski@ekir.de senden)!


Abendgebet in der Corona-Krise am Sonntag, dem 17. Mai 2020

Um 19 Uhr beten wir in Oberhausen und Duisburg wieder gemeinsam. Die Glocken läuten, gleichzeitig ruft in der Nachbarstadt inzwischen auch der Muezzin. Kerzen werden angezündet.



Bei mir steht heute, am Sonntag „Rogate“ („Betet“), dem 17. Mai 2020 um 19 Uhr wieder keine Kerze im Fenster im Fenster unseres Pfarrhauses. Stattdessen werde ich in der Lutherkirche Buschhausen sein - zusammen mit unserem Kirchenmusiker Stefan Treutler am Keyboard. Aus diesem Grund zeigt das Foto auch wieder die Altarkerzen in der Kirche. Wir werden wie vor einer Woche eine "Kleine Andächtige Abendmusik" in Videoform präsentieren - mit Moderation, Lesungen, Gebet und Segen. Der Livestream - von dem wir hoffen, dass er dieses Mal, anders als letzten Sonntag durchgeht - ist hier auf Facebook zu finden (Link: www.facebook.com/permalink.php, ebenso das aufgezeichnete Video, dieses aber auch auf YouTube (Kanal: "Evangelische Kirche in Oberhausen"). Um der Verständlichkeit willen beginnen wir allerdings erst nach dem Gebetsläuten.

Dann noch etwas: Um wieder reale Gottesdienste feiern zu können, werden wir in der Lutherkirche sonntags ab ca. 9.30 vier zusätzliche Helfer*innen als hygienebedingte Platzanweiser*innen benötigen. Sonst wird es nicht gehen. Wer dazu nach Absprache bereit wäre - bitte melden!

Das folgende Gebet, das ich für nachher vorbereitet habe, entspricht inhaltlich dem, was ich heute in einem normalen Sonntagsgottesdienst als Fürbitten oder Schlussgebet gesprochen hätte:

---

Gott, am Sonntag „Rogate“, deutsch: „Betet!“
sind wir ausdrücklich eingeladen,
den Kontakt zu dir aufzunehmen, du Ewiger.
Wir sind eingeladen, Dir vorzulegen, was uns betrifft:
Glückliches und Fröhliches mit Dank,
Leid und Unrecht mit Klage,
Not und Bedürftigkeit mit Bitten
Unsagbares, bei dem Worte versagen, in der Stille,
dazu all das Alltägliche…

Und so kommen wir auch heute zu Dir
und danken Dir zuallererst:
dafür, dass wir leben,
dass Du uns bis zum heutigen Tag begleitet hast
für die vielen Momente des Glücks auf dem Weg,
auch dafür, dass es uns in unserem Land
selbst in der aktuellen Krise weit überwiegend gut geht
- jedenfalls im Vergleich zu anderen Ländern.
Wir danken Dir für Freunde und Familie,
hilfreiche, liebe Menschen,
die uns bisher begegnet sind,
auch wenn wir vielen von ihnen zurzeit
nicht wirklich nahe sein können.
Wir danken Dir für die erwachende Natur im Frühling,
seine bunten Farben, die ganze Welt in der wir leben.
Wir danken dir für alle,
die in den Kirchen Deiner Sache dienen.
Und es gäbe noch so viel mehr,
was jede und jeder von uns hier nennen könnte.
Danke, Gott!

Aber wir nehmen auch das Leiden wahr,
das trotz allem um uns herum herrscht.
Familien, die um ihre Zukunft bangen,
weil Arbeitsplätze in der Krise wegbrechen,
weil „Corona“ in ihren Finanzplanungen
nicht eingepreist war,
weil sie im Homeoffice an die Grenzen kommen
zwischen Arbeit, Kinderbetreuung,
schwerer gewordener Haushaltsführung…
All die an „Covid-19“ Erkrankten und Sterbenden,
alle, die aktuell Trauer tragen, nicht wegen des Virus.
An dieser Stelle möchte ich heute auch und gerade
an die Familie von Diakon Paul Lengenfeld denken
aus unserer katholischen Schwestergemeinde
St. Josef Buschhausen.
Lange haben wir ökumenisch gut zusammengearbeitet.
Nun hast Du ihn heimgerufen zu Dir.
Wir klagen Dir als Kirchen,
dass unser Miteinander zurzeit so eingeschränkt ist.
Wir sehen auch all die anderen Nöte:
Trockenheit, Hunger, Heuschrecken in Ostafrika.
All die ungesicherten Existenzen auf der Welt,
die Arbeit und täglich Brot oder Reis verloren haben,
von der Wohnung und anderem ganz zu schweigen.
Die fortdauernden Kriegshandlungen
in Syrien, Libyen, Afghanistan.
Da ist die fortwährende Zerstörung der Umwelt.
Da ist so viel Ungerechtigkeit,
wo Reiche die Krise nutzen um Forderungen zu stellen, Schwächeren ihre Existenzen wegzukaufen,
ihre übergroße Macht auf unsere Kosten
weiter zu festigen…
Und es gäbe noch so viel mehr,
was jede und jeder von uns hier nennen könnte.
Gott, wir klagen Dir all diese Nöte!

Und wir bitten Dich, Gott, schließlich:
Schenke den genannten Gründen
unserer Dankbarkeit Bestand!
Mehre Glück und Freude, bewahre Deine Schöpfung,
die Welt von der wir leben.
Hilf uns zum Sieg über das neue Virus
und zeige uns, wie wir die daraus erwachsene Krise bewältigen können.
Heile Kranke, tröste Trauernde,
stärke und ermutige Überforderte,
schenke Hoffnung und neue Zuversicht.
Mach, dass Christinnen und Christen aller Kirchen
bald wieder ihre Gemeinschaft untereinander
und mit Dir uneingeschränkt feiern können.
Wehre Hunger und Not in aller Welt,
beende Unrecht, Ungerechtigkeit und Gewalt.
Gib Kraft und Weisheit zu nötigen Entscheidungen.
Lass Gerechtigkeit und Frieden dabei Maßstab sein.
Nimm uns vor allem die Angst!
Gott, wir bitten Dich um Dein Erbarmen
für uns und alle Welt!

Ja, Gott, das alles haben wir Dir nun vorgelegt.
Es könnte noch viel mehr sein.
Das Ungenannte sei nun aber
mit hineingenommen in das Gebet Jesu,
[das wir zunächst in einer Vertonung hören,
dann aber auch gemeinsam sprechen]:

[HIER FOLGT IN KIRCHE UND VIDEO
NOCH EIN VATERUNSER-LIED]

„Vater unser im Himmel!
Geheiligt werde dein Name.
Dein Reich komme.
Dein Wille geschehe, wie im Himmel, so auf Erden.
Unser tägliches Brot gib uns heute.
Und vergib uns unsere Schuld,
wie auch wir vergeben unseren Schuldigern.
Und führe uns nicht in Versuchung,
sondern erlöse uns von dem Bösen.
Denn dein ist das Reich und die Kraft
und die Herrlichkeit in Ewigkeit.
Amen.“

---

P.S.: ICH LADE AUCH HERZLICH DAZU EIN, MIR IHRE UND EURE GEBETSANLIEGEN MITZUTEILEN. DANN KANN ICH SIE IN MEINE TÄGLICHEN GEBETSVORSCHLÄGE MIT AUFNEHMEN (einfach per E-Mail an andreas.odlozinski@ekir.de senden)!

 

Abendgebet in der Corona-Krise am Samstag, dem 16. Mai 2020

Um 19 Uhr beten wir in Oberhausen und Duisburg wieder gemeinsam. Die Glocken läuten, gleichzeitig ruft in unserer Nachbarstadt auch der Muezzin. Kerzen werden angezündet.


 
Bei mir steht heute, am Samstag, dem 16. Mai 2020 um 19 Uhr wieder eine Kerze aus unserm Garten auf der Fensterbank. Denn der Samstag ist in der Regel mein dienstlicher und privater Einkaufs- und vor allem Gartentag (wenn nicht gerade Trauungen und ihre Jubiläen, Synoden oder andere besondere Termine anstehen oder das Wetter im Weg steht)…

Mein davon geprägtes Gebet lautet wie folgt. Wer möchte, ist eingeladen, es mitzubeten:

---

Ewiger Gott! Schöpfer des Lebens!
Ich danke Dir
für den mir anvertrauten Garten.
Gerade jetzt wächst und blüht es
in allen seinen Ecken.
Die bunten Blüten erfreuen mein Auge.
Danke, Gott, dass es sie gibt.
Wie trostlos wäre die Welt
ohne ihre Farbenvielfalt.

Die ersten kleinen Früchte
lassen auf spätere Ernte hoffen.
Ein wenig sammelt sich
bei dem Gedanken daran
schon das Wasser im Mund…
Danke, Gott für alle bisherigen Ernten,
für den wunderbaren Geschmack
frischen Obstes und frischer Kräuter
von der Hand in den Mund.
Danke für die Hoffnung,
die uns die neuen Fruchtansätze
wieder schenken.

Aber der Garten macht auch Arbeit.
Totes Holz muss weg,
das Gras gemäht, der Kompost
umgesetzt, Gartenmöbel
entrostet und gegen das Wetter
gestrichen werden…
Das zeigt mir: alles im Leben
hat seinen Preis,
vor jedem Ertrag fließt
in der Regel der Schweiß.
Zugleich merke ich dankbar:
ich habe noch immer die Kraft.

Ja, so ein Garten kann ein Sinnbild
sein für die Welt, in der wir leben.
Er verlangt Einsatz, Sich-Kümmern.
Werden und Vergehen gehören dazu.
Er verlangt Zuwendung und Pflege
nicht nur Ausbeutung seiner Gaben,
auch Respekt vor dem, was nicht geht,
weil der Boden hier das nicht hergibt,
weil das Wetter nicht mitspielt.
Nicht wir und unsere Wünsche
sind das Maß.
Das merken wir ja auch und gerade
in Krisenzeiten wie in diesen Tagen.
Und wir merken es in der Klimafrage,
bei Themen wie Abfall, Feinstaub,
Mikroplastik…
Wenn wir unsere Gärten behandelten
wie Deine Schöpfung, Gott,
wie sähen sie dann aus?

Gott, hilf uns, besser
mit der Welt umzugehen,
pfleglich und sorgsam
wie mit unseren Gärten.
Hilf uns zu verträglichen Lösungen
ohne unnötige Zerstörung und Tod
für Pflanzen, Tiere, Menschen
- auch im Blick auf den Umgang
mit dem neuen Virus
und seinen Folgen.

Danke Gott für die Welt,
für alles was lebt
und von dem wir leben.
Danke für Kraft und Gesundheit!
Erhalte uns all dies für uns.
Hilf uns, all dies zu erhalten.
Lass uns bei Dir Hoffnung
und Zuversicht finden
heute, morgen und in Ewigkeit.

Was aber gerade nicht genannt wurde,
sei nun hineingenommen in Jesu Gebet:

„Vater unser im Himmel!
Geheiligt werde dein Name.
Dein Reich komme.
Dein Wille geschehe, wie im Himmel, so auf Erden.
Unser tägliches Brot gib uns heute.
Und vergib uns unsere Schuld,
wie auch wir vergeben unseren Schuldigern.
Und führe uns nicht in Versuchung,
sondern erlöse uns von dem Bösen.
Denn dein ist das Reich und die Kraft
und die Herrlichkeit in Ewigkeit.
Amen.“

---

P.S.: ICH LADE AUCH HERZLICH DAZU EIN, MIR IHRE UND EURE GEBETSANLIEGEN MITZUTEILEN. DANN KANN ICH SIE IN MEINE TÄGLICHEN GEBETSVORSCHLÄGE MIT AUFNEHMEN (einfach per E-Mail an andreas.odlozinski@ekir.de senden)!


Abendgebet in der Corona-Krise am Freitag, dem 15. Mai 2020

Um 19 Uhr beten wir in Oberhausen und Duisburg wieder gemeinsam. Die Glocken läuten, gleichzeitig ruft in unserer Nachbarstadt auch der Muezzin. Kerzen werden angezündet.



Bei mir steht heute, am Donnerstag, dem 15. Mai 2020 um 19 Uhr ein kleines, einfaches Teelicht in einem ebenso einfachen Glas auf der Fensterbank. Das soll für das Unscheinbare, gerne übersehene und doch wichtige Alltägliche stehen, das wir oft mit Langeweile verbinden, störend bei den „Eigentlichen“ Dingen, die uns wirklich am Herzen liegen. Gerade komme ich vom Besuch bei meiner Friseurin. Nichts gegen sie, eine sympathische Dame, aber oft empfinde ich es als lästig, hingehen zu müssen. Da war ich doch dabei, einen so wichtigen Gedanken für die nächste Predigt auszuformulieren, da fehlten gerade noch ein paar letzte Takte beim Ausarbeiten der Basslinie für den nächsten Song meiner Band… Heute aber, vier Wochen überfällig, ja, da habe ich mich richtig gefreut. Endlich runter mit der Wolle…

Mein von diesem Anlass geprägtes Gebet lautet wie folgt. Wer möchte, ist eingeladen, es mitzubeten:

---

Gütiger Gott! Herr des Lebens
mit all seinen Höhen und Tiefen,
vor allem aber auch viel guter,
tragender, alltäglicher Normalität.
Ja, Gott, ist nicht gerade sie es,
die uns zufrieden von Tag zu Tag
durch die Zeit schreiten lässt?
Wie wäre ein Leben,
das nur Achterbahnfahrten kennt?
Immer nur Neues,
auf das wir uns einstellen müssten,
keine Regeln, keine Gewohnheiten?
Was müsstest Du aufwenden, Gott,
an Kraft an Hilfe, an ständiger Ermutigung,
damit wir nicht irgendwann
kaputt aus der Bahn fliegen?

So sind wir dankbar für das Kleine,
für das oft wenig geschätzte Gewohnte,
für das, was nicht exklusiv ist,
nicht außerordentlich, sondern alltäglich,
immer gleich oder zumindest ähnlich.
Da wissen wir Bescheid,
damit kennen wir uns aus,
wissen die Dinge zu händeln.
Die in ihrem Zusammenhang gestellten
Aufgaben haben normales Maß,
überfordern uns nicht.
Da blicken wir zufrieden zurück
auf das geleistete Tagwerk,
sind gewiss: der Tag war gut.

Ja, Gott! Danke für all das,
für seine tragende Regelhaftigkeit
auf die wir vertrauen können,
die uns Sicherheit und Zuversicht
empfinden lässt - jeden Tag neu.
Gelobt seist Du dafür.

Im Moment merken wir ja
wie es sich anfühlt, wenn alles
aus den Fugen geraten ist.
Alle Herausforderungen,
vor die uns das Virus stellt
erscheinen neu, beziehungsweise:
die letzte ähnliche Krise
ist schon so lange her, dass wir
erst einmal neu gucken müssen,
wie man ihr damals begegnete.
Da ist nichts gewohnt.
Keine Routinen,
auf die wir uns verlassen können.
Vertrauen? Weg! Angst regiert!
Werden wir überleben?
Im Wortsinn und übertragen…
Gott, wir bitten Dich:
gib uns unsere Normalität zurück!

Gerne haben viele von uns
alles gepriesen, was außerordentlich schien
„mega“, besonders, super, 
„Hyper-…“.
Jetzt haben wir die Supermegahyper-
Herausforderung für Gesundheit, Medizin,
für Wirtschaft, Politik und Zusammenleben.
Und wir merken: Das tut nicht gut.
Das brauchen wir überhaupt nicht.
Deshalb, ewiger Gott, himmlischer Vater!
Vergib uns, wenn wir ungerechter Weise
über unsere alltägliche Langeweile
geklagt und gemeckert haben,
über den täglich gleichen „Driss“!
Tu weg das Außerordentliche,
gib uns unsere alte Ordnung wieder!
Oder eine neue, die besser trägt!

Ja, Gott, danke für den Laden
in dem wir immer bekamen,
was wir brauchten und haben wollten!
Danke für die Dienstleisterinnen und Dienstleister,
die täglich für unsere Haare, unsere Gesundheit,
unser Vergnügen und Wohlbefinden
ja, für das Funktionieren
unseres wunderbar simplen Alltags da waren.
Danke ganz besonders, wenn sie es
trotz der „Corona-Krise“
wieder oder immer noch sind!

Gott gibt mir die Aufmerksamkeit
und Dankbarkeit, wieder auf das Nötige
und Normale, auf die kleinen
und doch so schönen Dinge zu schauen.
Wie schnell die Gelegenheit dazu
für einen vorbei sein kann,
sehen wir am Schicksal der Corona-Toten.
Gestern noch beim Fußball gejubelt,
ausgelassen Karneval gefeiert,
sich im Heim pflegen lassen
und heute… tot.

Gott schenke uns Dankbarkeit
für das Gewohnte und Unscheinbare
und befreie uns von diesem
Leben im Schatten des Virus,
das uns innerlich und äußerlich überfordert.
Gib uns Zukunft und Hoffnung,
vor allem aber Gewissheit und Sicherheit!

Was aber nicht genannt wurde,
sei hineingenommen in Jesu Gebet:

„Vater unser im Himmel!
Geheiligt werde dein Name.
Dein Reich komme.
Dein Wille geschehe, wie im Himmel, so auf Erden.
Unser tägliches Brot gib uns heute.
Und vergib uns unsere Schuld,
wie auch wir vergeben unseren Schuldigern.
Und führe uns nicht in Versuchung,
sondern erlöse uns von dem Bösen.
Denn dein ist das Reich und die Kraft
und die Herrlichkeit in Ewigkeit.
Amen.“

---

P.S.: ICH LADE AUCH HERZLICH DAZU EIN, MIR IHRE UND EURE GEBETSANLIEGEN MITZUTEILEN. DANN KANN ICH SIE IN MEINE TÄGLICHEN GEBETSVORSCHLÄGE MIT AUFNEHMEN (einfach per E-Mail an andreas.odlozinski@ekir.de senden)!




Abendgebet in der Corona-Krise am Donnerstag, dem 14. Mai 2020

Um 19 Uhr beten wir in Oberhausen und Duisburg wieder gemeinsam. Die Glocken läuten, gleichzeitig ruft in unserer Nachbarstadt auch der Muezzin. Kerzen werden angezündet.


 
Bei mir steht heute, am Donnerstag, dem 14. Mai 2020 um 19 Uhr erneut eine Kerze aus unseren privaten Deko-Beständen auf der Fensterbank. Sie musste heute Morgen ihren Platz auf einer anderen, rückwärtigen Fensterbank räumen, da der Fensterputzer nach langer Zeit endlich wieder da war - mit Mundschutz und unserer Abwesenheit im Inneren -und wieder für ungehinderten Durchblick gesorgt hat.

Mein von diesem Anlass geprägtes Gebet lautet wie folgt. Wer möchte, ist eingeladen, es mitzubeten:

---

Allmächtiger Gott!
Du bist uns Halt und Hoffnung!
Du hast den Durchblick, der uns fehlt,
die Einsicht in das große Ganze
des von Dir geschaffenen Universums.
Von Dir erwarten wir Beistand und Hilfe,
weil Du schon so oft herausgeholfen hast
aus Not und Sorgen.
Dir vertrauen wir und bitten
deshalb voller Zuversicht:

Gott, du weißt,
wir befinden uns gegenwärtig
in einer großen Krise. Weltweit.
Die ganze Menschheit ist betroffen.
Ein noch vor einem Jahr
völlig unbekanntes Virus
hat sich verbreitet, Unzählige befallen
viele in großes Leid gebracht
- bis hin zu Sterben und Tod.
Das klagen wir Dir, Gott,
wieder einmal.

Die Menschheit hat den Kampf
gegen die neue Krankheit aufgenommen.
Harte Maßnahmen wurden ergriffen.
Sie kosten Freiheit
und Entfaltungsmöglichkeiten,
schränken Wirtschaft
und Entwicklung ein.
Inzwischen ist klar:
Wir gehen materiell ärmeren Zeiten
entgegen - vielen droht Elend,
vielleicht nicht so sehr
in unserem Land, aber definitiv anderswo.
Auch das klagen wir Dir, Gott!

Wir spüren: das Leben muss raus
aus dem Gefängnis der Angst.
Und doch kann
man es nicht einfach laufen lassen.
Zu groß ist die Gefahr.
Gott, wir bitten: Schenke uns
den nötigen Durchblick!
Lass uns das rechte Maß finden,
zwischen Sicherheit und Freiheit.
So, dass möglichst wenigen
jede Zukunft zerstört wird.

Wissenschaftlerinnen, Wissenschaftler
und andere Fachleute
präsentieren immer neue Ergebnisse
zur Krankheit, zu den gegen sie
getroffenen Maßnahmen:
Mediziner, Ökonomen…
Oft scheinen ihre Ergebnisse
einander zu widersprechen.
Politiker sitzen zwischen den Stühlen
der verschiedensten Interessen.
Gott, wir bitten: Schenke ihnen
und allen Verantwortlichen
den nötigen Durchblick!
Gib ihnen Weisheit beim Gewichten
und Bewerten ihrer Erkenntnisse.
So, dass am Ende die bestmöglichen
Wegweisungen für unser aller
Zukunft herauskommen.

Gott, hilf uns heraus aus dieser Krise.
Schenke uns an deren Ende
eine Zukunft, die Freude und Glück,
Frieden, Gerechtigkeit und Leben
für möglichst viele bereithält.
Mach, dass Verluste und Verzicht
gerecht verteilt und von tragfähigem
Trost begleitet werden.

Gott, stärke und ermutige uns alle
im Kampf gegen das Virus,
beim gemeinsamen Tragen der Lasten
zu tragfähiger Hoffnung.
Dir sei Lob und Preis in Ewigkeit!

Und alles, was nicht genannt wurde,
sei mit hineingenommen in Jesu Gebet:

„Vater unser im Himmel!
Geheiligt werde dein Name.
Dein Reich komme.
Dein Wille geschehe, wie im Himmel, so auf Erden.
Unser tägliches Brot gib uns heute.
Und vergib uns unsere Schuld,
wie auch wir vergeben unseren Schuldigern.
Und führe uns nicht in Versuchung,
sondern erlöse uns von dem Bösen.
Denn dein ist das Reich und die Kraft
und die Herrlichkeit in Ewigkeit.
Amen.“

---

P.S.: ICH LADE AUCH HERZLICH DAZU EIN, MIR IHRE UND EURE GEBETSANLIEGEN MITZUTEILEN. DANN KANN ICH SIE IN MEINE TÄGLICHEN GEBETSVORSCHLÄGE MIT AUFNEHMEN (einfach per E-Mail an andreas.odlozinski@ekir.de senden)!

 



Abendgebet in der Corona-Krise am Mittwoch, dem 13. Mai 2020

Um 19 Uhr beten wir in Oberhausen und Duisburg wieder gemeinsam. Die Glocken läuten, gleichzeitig ruft in unserer Nachbarstadt auch der Muezzin. Kerzen werden angezündet.



Bei mir steht heute, am Mittwoch, dem 13. Mai 2020 um 19 Uhr mal eine wieder eine Kerze aus unseren privaten Deko-Beständen auf der Fensterbank, was darauf hindeutet, dass es heute kein unbedingtes Zentralthema gibt. Aber gestern, bei der ersten Sitzung des neuen Presbyteriums wurde eine Erwartung massiver finanzielle Einbrüche für die Kirche verkündet (und davon abgeleitet wird das dann wohl auch für viele Lohn- und Einkommensteuer Zahlende und den Staat gelten). Zugleich musste eine von uns sich entschuldigen lassen - aber aus einem freudigen Grund: sie wird in Kürze Zwillinge bekommen (mit den entsprechenden körperlichen Begleiterscheinungen so kurz vor dem Ziel). Eine andere hat gerade ihr erstes Kind bekommen. Gestern auch verhandelt: Wiedereröffnung der Jugendarbeit mit Corona-Hygieneauflagen… Und dann lesen wir auf der Titelseite der heutigen WAZ: „Eltern: Die Nerven liegen blank“. Dazu mehrere Artikel im Inneren, auch zu Kindesmissbrauch und zunehmenden wirtschaftlichen Nöten… Was bedeutet das alles zusammengenommen?
Mein von diesem Anlass geprägtes Gebet lautet wie folgt. Wer möchte, ist eingeladen, es mitzubeten:
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Gott, Du lebendiger Herr
unseres Lebens!
Wir freuen uns über neues Leben.
Gerade geboren. In Kürze erwartet.
Kinder: Dein Geschenk, kleine Wunder,
unsere lebendige Zukunft!
Wir sind dankbar! Dir dankbar,
guter, ewiger Gott!
Doch: welche Zukunft
erwartet unseren Nachwuchs?
Gerade jetzt, während
und nach der „Corona-Krise“?
Überall ist zu spüren:
Was gesundheitlich nötig ist,
ist kein Problem für Erwachsene,
die sich von Vernunft und
Mitmenschlichkeit leiten lassen.
Aber es gibt auch die anderen.
Unwillige, kalte Egoisten,
Überängstliche, jene, die sich in
absurde Verschwörungstheorien
flüchten, die die Schuld für das Virus
und seine Verbreitung nur
bei anderen suchen.
Gott, Heiliger Geist, hilf ihnen
zu Umkehr und Einsicht!
Doch wie ist es mit unseren Kleinen?
Kinder brauchen Nähe, Zuwendung,
verschiedene Vorbilder, Anschauung
der Weltvielfalt, nicht nur die immer
selben vier Wände, die immer gleichen
ausblicke aufs nahe Quartier.
Kinder brauchen Bildung.
Nicht alle Eltern haben Lehrer-
oder Lehrerinnenqualifikation.
Und wenn, dann sicher
auch nicht für jedes Fach.
Kinder brauchen Austausch.
Nicht nur einmal die Woche.
Kinder müssen Grenzen
austesten und überschreiten,
auch wenn dann zu Recht
Zurechtweisung folgt.
Mit Corona geht das aber nicht.
Eine falsche Berührung
ist die eine zuviel…
Gott, wie soll das noch weitergehen?
Hilf da heraus! Mach dem Virus
und den Infektionen ein Ende!
Und Eltern brauchen Geld,
müssen es verdienen können,
auch und gerade für ihre Kinder.
Immer mehr Firmen geraten
in die Krise, müssen schließen.
Auch wir als Kirche können
Geld nur noch ausgeben,
wo unbedingt nötig.
Geld, das Handwerkern, Läden
und anderen fehlen wird,
auch Müttern und Vätern,
die dort arbeiten…
Gott, sorge dafür, dass die Krise
wirtschaftlich solidarisch bewältigt wird.
Stehe besonders unseren jungen
und werdenden Eltern bei.
Ihr Weg wird der längste sein.
Und dann sind da noch Leute,
die die Not von Kindern ausnutzen,
die sie misshandeln und missbrauchen
und so ihr Vertrauen zerstören.
wie sollen sie da noch glauben,
hoffen, gar lieben, wie Du geboten hast?
Von unseren Partnern im Süden,
in Tansania und Indonesien,
wo viel Armut herrscht,
wird diese nun massiv verstärkt.
Dorr fehlen unsere sozialen
Sicherungssysteme und Rücklagen.
Hunger wächst. Naturschutzgebiete
werden zerstört, Tiere gewildert,
weil es ums blanke Überleben geht…
Gott, wo führt das alles hin?
Ist das Dein Wille?
Gott, schenke uns
und unseren Kindern
doch eine lebenswerte Zukunft.
Im Moment sehen wir sie in Gefahr.
Schenke begründete Hoffnung!
Hilf uns, das Richtige zu tun,
um Zukunft zu bewahren -
für alle, nicht nur für wenige,
für Deine ganze Schöpfung.
Gott, sei bei uns!
Greif ein mit Deiner starken Hand!
Du, den wir als „Allmächtigen“ preisen!
Das bitten wir Dich im Namen der Liebe,
zu der Du dich bekannt hast in Jesus,
dessen Gebet wir nun sprechen:
„Vater unser im Himmel!
Geheiligt werde dein Name.
Dein Reich komme.
Dein Wille geschehe, wie im Himmel, so auf Erden.
Unser tägliches Brot gib uns heute.
Und vergib uns unsere Schuld,
wie auch wir vergeben unseren Schuldigern.
Und führe uns nicht in Versuchung,
sondern erlöse uns von dem Bösen.
Denn dein ist das Reich und die Kraft
und die Herrlichkeit in Ewigkeit.
Amen.“
---
P.S.: ICH LADE AUCH HERZLICH DAZU EIN, MIR IHRE UND EURE GEBETSANLIEGEN MITZUTEILEN. DANN KANN ICH SIE IN MEINE TÄGLICHEN GEBETSVORSCHLÄGE MIT AUFNEHMEN (einfach als PN via facebook-Messenger an mich senden)!



Abendgebet in der Corona-Krise am Dienstag, dem 12. Mai 2020

Um 19 Uhr beten wir in Oberhausen und Duisburg wieder gemeinsam. Die Glocken läuten, gleichzeitig ruft in unserer Nachbarstadt auch der Muezzin. Kerzen werden angezündet.

 


Bei mir steht heute, am Dienstag, dem 12. Mai 2020 um 19 Uhr keine Kerze im Fenster, dafür wird dann ein kleines Gartenlicht irgendwo zwischen Buschhausen und Alstaden an meinem Fahrradlenker hängen. Denn heute Abend findet dort endlich - natürlich mit Abstand und besonderen Hygienemaßnahmen - die konstituierende Sitzung unseres im März neu gewählten Presbyteriums statt. Versuche, per Videokonferenz zueinander zu kommen haben leider nicht funktioniert, da die schlechte Übertragungsqualität in Oberhausen die zur Beschlussfähigkeit geforderte Teilnahmemöglichkeit für alle verhindert hat.

Mein von diesem Anlass geprägtes Gebet lautet wie folgt. Wer möchte, ist eingeladen, es mitzubeten:

---

Ewiger Gott!
Lebendiger Herr unseres Lebens!
Du rufst viele Menschen
in Deine Gemeinden
und in Deinen Dienst.
Besonders hervorgehoben dabei:
der Dienst in der Gemeindeleitung,
in den rheinisch-evangelischen Gemeinden
heißt sie „Presbyterium“ genannt -
also auf Deutsch: „Ältestenrat.
Wir danken Dir für diese Menschen
und ihre Bereitschaft, dort mitzuarbeiten,
für die Kraft und alle guten Ideen,
die Du ihnen schenkst, für die Zeit,
die sie Dir und all den anderen
in der Kirche widmen wollen.

Auch in vielen anderen Vereinen
und Einrichtungen, in Parteien,
Stadträten, aber auch unorganisiert
setzen sich Menschen in ähnlicher Weise
in Vorständen und Leitungsorganen
für andere und für so wichtige Ziele
wie Gerechtigkeit, Mitmenschlichkeit,
Natur- und Umweltschutz,
Frieden, Kultur oder Bildung ein.
Auch für all diese Menschen
sagen wir Dir, Gott, Dank!
Was wäre eine Gesellschaft,
was wäre Deine Welt ohne sie.

In diesen Tagen erfolgt ihr Einsatz
unter äußerst ungewohnten Bedingungen.
Ein neues Virus bedroht Menschenleben.
Ansteckung muss verhindert werden,
damit möglichst wenige Leiden
bis hin zu Sterben und Tod erfahren.
Das fordert große Vor- und Umsicht
bei der Vorbereitung von Treffen.
Gott, hilf, dass Gremiensitzungen
keine Orte von Neuinfektionen werden.

Gott, es zeichnet sich auch ab,
dass die Folgen getroffener
Gegenmaßnahmen das Wirtschaften
in allen Bereichen des Lebens schwerer,
unter Umständen auch Einschnitte
und deutliche Verzichtsleistungen
nötig machen werden.
Vieles Wünschenswerte
geht gerade nicht.
Besondere Kompromisse sind nötig.

Ewiger Gott, wehre bitterem Streit,
gar aufbegehrender Gewalt!
Fördere Verständigung!
Gib Weisheit und sei als Heiliger Geist
überall dort, wo Menschen
Entscheidungen zu treffen haben
- nicht nur in den Kirchen!
Sei mit Deinem ermutigenden
und stärkenden Segen
bei all diesen Menschen
in Kirche, Gemeinde, Politik
und Wirtschaftsunternehmen.

Lass Liebe, Frieden
und Gerechtigkeit durch
ihr Reden und Handeln wachsen
und alle anderen dabei auch mittun!

Und - wie immer in diesen Tagen -
bitten wir darum, dass die Zahl
der Infektionen und vor allem
ernsthaften, lebensbedrohlichen 
Erkrankungen zurückgeht!
Wo es aber nicht mehr anders geht,
schenke sanftes Sterben und den
Zurückbleibenden Trost in der Trauer.
Das bitten wir aber nicht nur
im Blick auf jene neue Krankheit,
die wir „Covid-19“ nennen.

Ja, Gott, segne und behüte uns,
behüte Deine Kirchen und Gemeinden,
ja, behüte die ganze Menschheit.

Das bitten wir Dich, Gott, der Du lebst
und regierst von Ewigkeit zu Ewigkeit.

Und alles, was wir gerade
nicht konkret benannt haben,
legen wir in die Worte des Gebetes Jesu:

„Vater unser im Himmel!
Geheiligt werde dein Name.
Dein Reich komme.
Dein Wille geschehe, wie im Himmel, so auf Erden.
Unser tägliches Brot gib uns heute.
Und vergib uns unsere Schuld,
wie auch wir vergeben unseren Schuldigern.
Und führe uns nicht in Versuchung,
sondern erlöse uns von dem Bösen.
Denn dein ist das Reich und die Kraft
und die Herrlichkeit in Ewigkeit.
Amen.“

---

P.S.: ICH LADE AUCH HERZLICH DAZU EIN, MIR IHRE UND EURE GEBETSANLIEGEN MITZUTEILEN. DANN KANN ICH SIE IN MEINE TÄGLICHEN GEBETSVORSCHLÄGE MIT AUFNEHMEN (einfach per E-Mail an andreas.odlozinski@ekir.de senden)!


Abendgebet in der Corona-Krise am Montag, dem 11. Mai 2020

Um 19 Uhr beten wir in Oberhausen und Duisburg wieder gemeinsam. Die Glocken läuten, gleichzeitig ruft in unserer Nachbarstadt auch der Muezzin. Kerzen werden angezündet.


 
Bei mir steht heute, am Montag, dem 11. Mai 2020 um 19 Uhr eine Altarkerze aus der Kirche im Fenster, darunter ein Ulos, ein traditionelles Tuch aus der Kultur des Volkes der Toba-Batak auf der indonesischen Insel Sumatra, das sich normalerweise mit der Kerze zusammen auf dem Altar der Lutherkirche Buschhausen befindet. Das Tuch ist ein Geschenk aus unserem dortigen Partnerkirchenkreis Samosir, der die gleichnamige Insel im Tobasee umfasst. Der Tobasee ist der wassergefüllte Krater eines vor rund 74.000 Jahren zuletzt ausgebrochenen Megavulkans. Unser Partnerkirchenkreis unterhält auch Bildungseinrichtungen, darunter bemerkenswert einen Kindergarten namens „Oberhausen“…

Aus Samosir erreichte uns in den vergangenen Tagen ein Gebet des dortigen Superintendenten anlässlich der Corona-Krise, das meine Kollegin Sonja Stauer-Müller aus der Markus-Kirchengemeinde Oberhausen übersetzt hat. Er lädt uns ein, es mitzubeten weshalb ich heute auf eigene Worte verzichte.

Außerdem hat er uns die Situation dort geschildert, die in Sachen Infektion super ist, aber zugleich durchblicken lässt, welche Sekundärfolgen die dagegen getroffenen Maßnahmen in sogenannten Schwellen- und Entwicklungsländern haben:

„Wir sind Gott dankbar, weil keine Menschen auf Samosir mit dem Coronavirus infiziert sind. Samosir ist ein Gebiet auf Sumatra, das ‚null Covid 19‘ ist. Aber die Regeln hier sind sehr streng. Jede Person, die nach Samosir einreist, wird auf ihren Gesundheitszustand untersucht, und sie muss dem diensthabenden Offizier sagen, woher sie kommt und wohin sie gehen möchte.
Wenn sie aus der roten Zone Covid 19 kommen, müssen sie zurückgehen oder 14 Tage lang unabhängig voneinander in Isolation gehen. Die Politik der sozialen Distanzierung und der physischen Distanzierung gilt nach wie vor. Wenn jemand stirbt, muss er innerhalb von 24 Stunden beerdigt werden. Es gibt also keine traditionellen Zeremonien mehr wie üblich. Dinge wie diese sind für das Batak-Volk sehr traurig.
Die Touristenattraktion sind geschlossen. Auch auf dem Markt ist es sehr ruhig.
Viele haben ihre Arbeit verloren, so dass sie nach Samosir zurückkehren müssen. Die Schule ist noch bis Ende Mai dieses Jahres geschlossen.
Die Kirchen durften noch nicht öffnen. Es gibt bereits Pastorenfreunde, die kein Gehalt von ihrer Gemeinde erhalten können, weil die Einnahmen der Gemeinde sehr zurückgegangen sind.
Wir beten immer noch zu Hause. Die Kirche verteilt schriftliche Gottesdienste für Gemeindemitglieder, die sie für den Gottesdienst zu Hause verwenden können.
Seit Sonntag, dem 26. April 2020, führen wir in Pangururan (Hauptstadt von Samosir) einen Live-Streaming-Sonntagsgottesdienste durch. Letzten Sonntag habe ich dort gepredigt. (…) Herzliche Grüße an die Geschwister in Oberhausen, Mangido Tua Pandiangan“

Das Gebet aus Samosir lautet wie folgt. Wer möchte, ist eingeladen, es mitzubeten:

---

„Möge Jesus Christus
uns Kraft und Hoffnung geben,
um alle Probleme zu bewältigen,
auch die Coronakrise.

‚Ich vermag alles durch den,
der mich mächtig macht, Jesus Christus‘
(aus dem Brief an die Philipper 4,13)

Lasst uns zu Gott dem Allmächtigen beten,
der allein die Macht hat,
uns aus dieser Krise zu retten:

Allmächtiger Gott, unser Vater im Himmel.
Erbarme dich unser, Herr,
erhöre unsere Gebete

Wir beten für unsere Geschwister
im Kirchenkreis Oberhausen, unsere Partner,
gib ihnen Kraft, gib ihnen Sicherheit, o Herr,
in allen Kämpfen des Lebens,
insbesondere in der Krise
der Coronavirus-Epidemie.
Erbarme dich unser, Herr,
erhöre unsere Gebete

Wir beten für alle unsere Geschwister,
die mit dem Coronavirus infiziert sind,
gib ihnen Kraft, gib ihnen Heilung.
Auch wenn ihre Körper schwach sind,
möge ihr Geist stark bleiben in Gott.
Lass sie geborgen sein
im Vertrauen auf dich, oh Herr. 

Für diejenigen,
die ein Familienmitglied
durch die Coronavirus-Krankheit
verloren haben,
lass sie Kraft und Trost finden.
Erbarme dich unser, Herr,
erhöre unsere Gebete

Wir beten für alle Ärzte,
Krankenschwestern und für
alle Sanitäter, die in der Behandlung
und Rettung von Patienten,
die mit dem Coronavirus infiziert sind,
arbeiten. Gib ihnen Kraft,
gib ihnen Sicherheit. 
Erfülle ihre Herzen mit Deiner Liebe
und Deinem Frieden, o Herr.
Erbarme dich unser, Herr,
erhöre unsere Gebete

Wir beten für diejenigen,
die unsere Nation in dieser Zeit leiten.
Schenke ihnen Deine Weisheit, o Herr,
damit sie weise Entscheidungen
treffen können, zum Wohle von uns allen.
Erbarme dich unser, Herr,
erhöre unsere Gebete

Wir beten für unsere Geschwister,
die wegen der Coronavirus-Pandemie
in Schwierigkeiten geraten sind,
für diejenigen, die ihre Arbeit verloren haben,
für diejenigen, die ihren Lebensunterhalt
verloren haben, erbarme dich ihrer, o Herr.
Gib auf sie Acht, o Herr.
Gib ihnen täglich Nahrung.
Halte dieses Coronavirus von unserer Nation,
von dieser Welt fern, damit wir normal leben,
sicher und friedlich arbeiten können.
Beschütze uns alle, o Herr.

Oh Herr, gib uns die Erlösung.
Oh Herr, gib uns Wohlergehen.
Im Namen Jesu beten wir:

„Vater unser im Himmel!
Geheiligt werde dein Name.
Dein Reich komme.
Dein Wille geschehe, wie im Himmel, so auf Erden.
Unser tägliches Brot gib uns heute.
Und vergib uns unsere Schuld,
wie auch wir vergeben unseren Schuldigern.
Und führe uns nicht in Versuchung,
sondern erlöse uns von dem Bösen.
Denn dein ist das Reich und die Kraft
und die Herrlichkeit in Ewigkeit.
Amen.“

---

P.S.: ICH LADE AUCH HERZLICH DAZU EIN, MIR IHRE UND EURE GEBETSANLIEGEN MITZUTEILEN. DANN KANN ICH SIE IN MEINE TÄGLICHEN GEBETSVORSCHLÄGE MIT AUFNEHMEN (einfach per E-Mail an andreas.odlozinski@ekir.de senden)!


Abendgebet in der Corona-Krise am Sonntag, dem 10. Mai 2020

Um 19 Uhr beten wir in Oberhausen und Duisburg wieder gemeinsam. Die Glocken läuten, gleichzeitig ruft in der Nachbarstadt inzwischen auch der Muezzin. Kerzen werden angezündet.

 



Bei mir steht heute, am Sonntag „Kantate“ („Singet“), dem 10. Mai 2020 um 19 Uhr wieder keine Kerze im Fenster im Fenster unseres Pfarrhauses. Stattdessen werde ich in der Lutherkirche Buschhausen sein - zusammen mit unserem Kirchenmusiker Stefan Treutler am Keyboard . Aus diesem Grund zeigt das Foto auch wieder die Altarkerzen in der Kirche. Wir werden wie vor einer Woche eine "Kleine Andächtige Musik" in Videoform präsentieren - mit Moderation, Lesungen, Gebet und Segen. Der Livestream ist hier auf Facebook zu finden (https://www.facebook.com/permalink.php?story_fbid=3049412245121179&id=150947461634353), ebenso das aufgezeichnete Video, dieses aber auch auf YouTube (Kanal: "Evangelische Kirche in Oberhausen"). Um der Verständlichkeit willen beginnen wir allerdings erst nach dem Gebetsläuten.

Das folgende Gebet, das ich für nachher vorbereitet habe, entspricht inhaltlich dem, was ich heute in einem normalen Sonntagsgottesdienst als Fürbitten oder Schlussgebet gesprochen hätte:

---

Gott, am Sonntag „Kantate“, „Singet“
sind wir eigentlich zum vielstimmigen
gemeinsamen Lobpreis aufgerufen.
Doch alle Stimmen der Vernunft sagen:
Aktuell geht das nicht.
Wenn nur einer im Raum unerkannt das Virus trägt,
dann droht allen Gefahr.
Das ist für uns Menschen schade
und wir fragen uns: Was sagst Du, Gott, dazu?

Zwei Deiner Gebote widerstreiten hier:
„Singet dem Herrn!“ und „Liebe Deinen Nächsten!“
Doch du, Jesus hast es ja deutlich gesagt:
Liebe ist das höhere, das höchste Gebot.
Deshalb preisen wir dich heute stiller als sonst.
Es bleibt nur der Lobpreis mit einer Stimme
oder wie jetzt, normal gesprochen.

Wir preisen Dich für das Wunder der Schöpfung.
Dass es so etwas Wunderbares wie das Leben gibt
mit seiner Vielfalt an Farben, Formen, Kreaturen,
und wir mittendrin mit alledem,
was unser Leben ermöglicht und erhält.

Zugleich aber bitten wir Dich auch:
Mach, dass dieses Wunder erhalten bleibt,
dass wir selbst oder andere Mächte
diesen unseren Lebensraum nicht zerstören!

Gott wir preisen Dich für die Vielfalt der Menschheit:
für die zahllosen verschiedenen Sprachen und Kulturen,
für Musik und Kunst, Literatur, Erotik, Mode und Sport,
für die zahllosen Erscheinungsformen
und Begabungsformen menschlichen Daseins:
Männer, Frauen, Große, Kleine, Dicke, Dünne,
Alte, Junge, Leute des Denkens, Menschen der Tat.

Zugleich aber bitten wir dich auch:
Gib allen einen Platz in der Welt,
an dem sie glücklich sein können
und Grund finden, Dich zu preisen.
Wende Not und Unrecht, sorge für Gerechtigkeit!
bringe Versöhnung und Frieden
an die Orte von Streit und Gewalt!
Beende Katastrophen und Krisen,
derzeit vor allem die durch das neue Virus ausgelösten.
Sorge für Heilung, wo Menschen krank sind!
Bewahre vor Leid und Tod!
Schenke - wo nötig - Kraft und Trost!

Gott, wir danken Dir für Deine Kirche
als Sammlungsort aller, die auf dich vertrauen
und für die Verheißung Deines Reiches,
in dem unter der Herrschaft
Deines Sohnes, Jesus von Nazareth,
Liebe, Gerechtigkeit und Frieden herrschen.

Wir bitten Dich: lass Deine Kirche mutig verkünden,
was dieses Reich im Kern ausmacht
und uns als ihre Glieder dabei mitwirken,
dass Dein Himmelreich hier auf Erden wächst.
Gib dazu Segen und Kraft!

Was aber gerade nicht laut ausgesprochen wurde,
sei nun mit hineingenommen in das Gebet Jesu:

„Vater unser im Himmel!
Geheiligt werde dein Name.
Dein Reich komme.
Dein Wille geschehe, wie im Himmel, so auf Erden.
Unser tägliches Brot gib uns heute.
Und vergib uns unsere Schuld,
wie auch wir vergeben unseren Schuldigern.
Und führe uns nicht in Versuchung,
sondern erlöse uns von dem Bösen.
Denn dein ist das Reich und die Kraft
und die Herrlichkeit in Ewigkeit.
Amen.“

---

P.S.: ICH LADE AUCH HERZLICH DAZU EIN, MIR IHRE UND EURE GEBETSANLIEGEN MITZUTEILEN. DANN KANN ICH SIE IN MEINE TÄGLICHEN GEBETSVORSCHLÄGE MIT AUFNEHMEN (einfach per E-Mail an andreas.odlozinski@ekir.de senden)!

Abendgebet in der Corona-Krise am Samstag, dem 9. Mai 2020

Um 19 Uhr beten wir in Oberhausen und Duisburg, aber auch an anderen Orten wieder gemeinsam. Die Glocken läuten, gleichzeitig ruft in Duisburg auch der Muezzin. Kerzen werden angezündet.



Bei mir aber steht heute, am Samstag, dem 9. Mai 2020 um 19 Uhr nach langer Zeit mal wieder die aktuelle „Konfikerze“ auf der Fensterbank. Warum? Seit gestern wären wir eigentlich in Ratingen auf Konfirmandinnen- und Konfirmandenfahrt gewesen. Sie ist jedoch - wie so vieles - den Maßnahmen gegen die Corona-Pandemie zum Opfer gefallen. Ein letzter Höhepunkt vor der ebenfalls ausgefallenen Konfirmation am Pfingstsonntag… Immerhin - in absehbarer Zeit sollen wir uns zumindest wieder auf Abstand treffen können. Wenn ein gangbares Hygienekonzept vorliegt und die Infektionszahlen nicht wieder steigen - etwa wegen profitgieriger Fleischunternehmer oder anderer unverantwortlich Handelnder…

Mein heutiges Gebet wird davon ausgehend wie folgt lauten. Wer möchte, ist eingeladen, es mitzubeten:

---

Lebendiger Gott,
der Du für Gemeinschaft,
und gerechtes Miteinander stehst!
Der Du immer neue Generationen
in Deinen Dienst rufst!

An diesem Wochenende
wären die Buschhausener
Konfirmandinnen und Kofirmanden
unserer Emmaus-Kirchengemeinde
mit ihrem Team nach Ratingen gefahren.

Gemeinsam hätten wir erarbeitet,
was die Taufe bedeutet,
wo sie herkommt,
wie wir sie bei uns feiern.
Vor allem: was Jesus dazu gesagt hat
und was ‚Du uns mit ihr schenkst.

Wir hätten wahrscheinlich
wie all die Jahrgänge zuvor
viel fröhliche Zeit miteinander gehabt,
gemeinsam Neues erlebt,
einander besser kennen gelernt…

All das ist jetzt ausgefallen.
Die Gemeinschaft in der Gruppe
fehlt nun schon seit Wochen.
Höhepunkte im Leben wie früher
- die gibt es nicht mehr.
Nicht nur in Konfiunterricht
und Kirchengemeinde…
Gott! Das ist schmerzhaft für uns,
es macht uns traurig.

Andererseits haben viele
jetzt auch gelernt,
dass auch die so genannten
„kleinen Dinge“ Freude bereiten können.
Blumen am Rand, eine Message,
ein Brief, ein freundlicher Blick.
Wir müssen zugeben:
es gibt so vieles, für das wir
Dir, Gott, danken können,
das bisher zu wenig Beachtung fand!

Aber trotzdem wünschen wir uns,
dass diese oft langweilige,
eingeschränkte Zeit bald vorbei ist
mit dem fehlenden engen Miteinander,
mit Angst und Misstrauen vor anderen,
weil sie anstecken könnten.

Gott mach auch, dass Jugendliche,
die jetzt auf dem Weg sind,
ihren Platz in der Welt zu finden,
in ihrer Suche
nicht so eingeschränkt werden,
dass dieser Platz am Ende
nur irgendwo am Rand zu finden ist.
Dass andere, chancenreichere
Jahrgänge sie verdrängen
oder an ihnen vorbeiziehen!
Verhilf ihnen - trotz allem! -
zum gerechten Erfolg.
Auch sie haben ihn verdient.

Gott, wir bitten Dich für alle
Konfirmandinnen und Konfirmanden,
deren Weg zur Konfirmation
jetzt unterbrochen wurde,
am Ende zu Dir finden
und ein fröhliches, würdiges
und Mut machende Abschlussfest
feiern können - wann auch immer.
Und dass sie einander
und auch ihre Teamerinnen und Teamer
nicht aus den Augen verlieren.

Und bewahre sie und alle Menschen
vor Ansteckung und schwerer Krankheit,
vor Leid, Tod und Trauer.
Mach, dass das neue Virus
weiter zurückgedrängt wird und dass nicht
menschliche Unvernunft
seine erneute Ausbreitung fördert.
Lass uns erfahren,
dass man seine Hoffnung
nicht umsonst auf Dich setzt,
Du ewiger, allmächtiger Herr der Welt!

Und was uns sonst auf dem Herzen liegt,
sei nun hineingenommen in Jesu Gebet:

„Vater unser im Himmel!
Geheiligt werde dein Name.
Dein Reich komme.
Dein Wille geschehe, wie im Himmel, so auf Erden.
Unser tägliches Brot gib uns heute.
Und vergib uns unsere Schuld,
wie auch wir vergeben unseren Schuldigern.
Und führe uns nicht in Versuchung,
sondern erlöse uns von dem Bösen.
Denn dein ist das Reich und die Kraft
und die Herrlichkeit in Ewigkeit.
Amen.“

---

P.S.: ICH LADE AUCH HERZLICH DAZU EIN, MIR IHRE UND EURE GEBETSANLIEGEN MITZUTEILEN. DANN KANN ICH SIE IN MEINE TÄGLICHEN GEBETSVORSCHLÄGE MIT AUFNEHMEN (einfach per E-Mail an andreas.odlozinski@ekir.de senden)!

Abendgebet in der Corona-Krise am Freitag, dem 8. Mai 2020

Um 19 Uhr beten wir in Oberhausen und Duisburg, aber auch an anderen Orten wieder gemeinsam. Die Glocken läuten, gleichzeitig ruft in Duisburg auch der Muezzin. Kerzen werden angezündet.

 



Bei mir aber steht heute, am Freitag, dem 8. Mai 2020 um 19 Uhr ein alter Kerzenstummel auf einem alten Tellerchen aus geerbten Familienbeständen im Fenster. Von solch einer ersten Beleuchtungsform - keine Deko! - erzählte mein Vater mit Blick auf die Anfangszeit in der ersten Bleibe seiner Restfamilie in einem notdürftigen Remscheider Trümmerkeller nach dem Zweiten Weltkrieg. Der Teller stammt nicht aus diesem Keller, hat die damalige Zeit aber auch miterlebt… Warum dies? Heute ist der 75. Jahrestag des Kriegsendes. Das bedeutet 75 Jahre Frieden in unserem Land (wenn man von staatlicher Gewalt in der DDR und an ihren Grenzen sowie den Auslandseinsätzen der Bundeswehr einmal absieht). Ein Dreivierteljahrhundert, in dem es uns hier trotz aller Krisen immer besser ging. Hoffen wir, dass es so bleibt. Und denken wir bei allen missgünstigen Diskussionen um die Bewältigung der aktuellen Krise gegenüber manchen europäischen Nachbarn immer daran: Deutschland hat es nach dem in seinem Namen angezettelten verbrecherischen Krieg ihrem guten Willen zu verdanken, dass es danach wieder bergauf ging!

Mein heutiges Gebet wird davon ausgehend wie folgt lauten. Wer möchte, ist eingeladen, es mitzubeten:

---

Gerechter Gott, der Du für Liebe,
Versöhnung und Frieden stehst!

Heute ist es 75 Jahre her,
dass der letzte große Krieg
auf deutschem Boden
und im deutschen Namen angezettelt
zu Ende gegangen ist.

Damals waren unsere Städte
eine einzige Trümmerlandschaft.
55 Millionen waren zu beklagen.
Fast alle kennen Verwandte,
die diese Zeit nicht überstanden haben.
Wer aufmerksam durch unser Land
und die Nachbarländer fährt,
sieht auch heute noch die Narben
in der Gestalt der Städte und Dörfer,
in der Natur. Viele Menschen,
besonders die Kriegskinder,
tragen die Narben auf ihrer Seele,
an ihren Körpern, haben das
Gift jener Zeit unsichtbar
an ihre Kinder und Kindeskinder
weitergegeben.
Ganz wie Du, Gott, gesagt hast:
„Ich will sie heimsuchen für ihre Sünden
bis ins dritte und vierte Glied.“

So stehen auch die Jüngeren unter uns
vor der Aufgabe,
die geerbten Folgen zu tragen
und die Verantwortung dafür,
dass Vergleichbares nie wieder geschieht.
Gott, hilf uns,
dieser Aufgabe gerecht zu werden:
Frieden zu stiften,
neuen Konflikten zu wehren,
die Erinnerung zu bewahren,
wohin die Abwege verbrecherischen Hasses,
von Verführung, Ausgrenzung
und schließlich vernichtender Gewalt führen.

Dankbar blicken wir aber auch
zurück auf die Erfahrung,
dass Du herausgeführt hast
aus dem damaligen Gegeneinander
und der staatlichen Barbarei.
Dass Du neue Chancen eröffnet hast
auch für viele Schuldige,
so dass sie am Ende umgekehrt sind
von falschem und bösem Weg,
für die neu eröffnete Freiheit!

Wir danken dir vor allem auch dafür,
dass es uns so gut geht
im Vergleich zu unseren Vorfahren,
die vor einem runden Dreivierteljahrhundert
so schlimme und grausame Zeiten
durchleben mussten.
In nahezu allen Ländern der Welt!

Lass uns das in diesen Tagen
Mut machendes Zeichen sein,
dass auch jetzt Überwindung der Krise
möglich ist und gelingen kann.
Wenn man menschlich bleibt,
solidarisch wird und Chancen einräumt
auch und gerade über Grenzen hinweg.
So, wie damals.

Hilf uns zu erkennen und einzusehen,
dass uns das aber nur gelingen wird,
wenn wir nicht nur im engsten Kreis,
nicht nur im je eigenen Land und Volk,
sondern als Menschheitsfamilie
aus einem Ursprung - in der Bibel
symbolisiert in Adam und Eva -
zusammenstehen.

Gott, wehre allem nationalen Egoismus.
Lass uns dankbar auf die vielen Gaben
schauen, die wir im Laufe der Zeiten
aus anderen Völkern und Kulturen
übernommen haben
Gott, fördere Kompromiss, Ausgleich,
Verständnis, Versöhnung
und damit den Frieden auf der Welt.
Besonders da, wo heute noch Krieg herrscht.
Öffne die aktuell geschlossenen Schlagbäume!
Führe uns wieder zueinander
- dem Virus zum Trotz!

Schenke aktuell aber auch und vor allem
Heilung und Bewahrung, Trost
und Hoffnung - auch über den Tod hinaus!

Das bitten wir Dich, Herr des Friedens.
Ehre sei Dir, Gott, alleine,
jetzt und allezeit bis in Ewigkeit!

Und was uns sonst auf dem Herzen liegt,
sei nun hineingenommen in Jesu Gebet:

„Vater unser im Himmel!
Geheiligt werde dein Name.
Dein Reich komme.
Dein Wille geschehe, wie im Himmel, so auf Erden.
Unser tägliches Brot gib uns heute.
Und vergib uns unsere Schuld,
wie auch wir vergeben unseren Schuldigern.
Und führe uns nicht in Versuchung,
sondern erlöse uns von dem Bösen.
Denn dein ist das Reich und die Kraft
und die Herrlichkeit in Ewigkeit.
Amen.“

---

P.S.: ICH LADE AUCH HERZLICH DAZU EIN, MIR IHRE UND EURE GEBETSANLIEGEN MITZUTEILEN. DANN KANN ICH SIE IN MEINE TÄGLICHEN GEBETSVORSCHLÄGE MIT AUFNEHMEN (einfach per E-Mail an andreas.odlozinski@ekir.de senden)!

 


Abendgebet in der Corona-Krise am Donnerstag, dem 7. Mai 2020

Um 19 Uhr beten wir in Oberhausen und Duisburg, aber auch an anderen Orten wieder gemeinsam. Die Glocken läuten, gleichzeitig ruft in Duisburg auch der Muezzin. Kerzen werden angezündet.



Bei mir aber steht heute, am Donnerstag, dem 7. Mai 2020 um 19 Uhr mal wieder ein normales Kerzenglas aus der Wohnzimmerdeko im Fenster. Im Moment steht ja auch die Organisation der - eingeschränkten und schrittweisen - Rückkehr in die Normalität an. Das Presbyterium als Gemeindeleitung der Ev. Emmaus-Kirchengemeinde Oberhausen darf und muss nach der Wahl endlich ordentlich zusammenkommen und die ersten, allernötigsten Dinge regeln. Gottesdienste sollen wieder möglich werden. All das aber unter erhöhtem Sicherheits- und Regelungsbedarf…

Mein heutiges Gebet wird davon ausgehend wie folgt lauten. Wer möchte, ist eingeladen, es mitzubeten:

---

Lebendiger Gott und Befreier!
Nach Wochen der Einschränkungen
sind erste Lockerungen möglich.
Ein sicher nötiges Wagnis,
das die einen erfreut,
die anderen jedoch ängstigt.

Abwägen ist nun angesagt:
Was geht, was macht Sinn?
Welche Folgen wiegen schwerer?
Die für die Gesundheit oder
die für das wirtschaftliche Auskommen,
einschließlich der
dazu nötigen Ausbildungswege?

Und: Welchen Stellenwert
haben all die Dinge,
die über das hinausgehen
was für bloßes irdisches Überleben
notwendig ist: Kultur, Sport,
Freizeitvergnügen, Unterhaltung,
nicht berufliche Reisen,
auch organisierter Glaube,
auch Religion?

Sollen wir sie sicherheitshalber
vom gesellschaftlichen Menüplan
streichen?
Aber dann müssen wir uns fragen:
Wie unterstützen wir jene,
die dort bisher ihr Auskommen hatten?
Welche Alternativen können wir
ihnen überhaupt bieten?
Und wollen wir das puritanische
Gesellschaftsmodell, dass die
logische Konsequenz wäre?

Wir merken immer mehr:
Kompromisse sind nötig,
Abwägungen, was geht und was nicht.
Da heißt es auszuhandeln,
miteinander zu verhandeln
- oft ganz neu.

Vor Corona haben wir
in gewohnten Spuren dahingelebt,
für die einen von Vorteil,
für die anderen gar nicht.
Nachgedacht wurde darüber
selten oder gar nicht.
Jetzt, nach dem großen Einschnitt
einfach wieder zurück?
Das dürfte kaum gehen.
Streit um die Sache
und Auseinandersetzungen
warten am Horizont.
Und Entscheidungen müssen her.
Stillstand gibt es nur im Tod.
Vielleicht müssen wir Dir, Gott,
sogar danken für das,
was nun an Nachdenken
und Erneuern nötig ist.

Gott, Deine Bibel sagt,
dass Dein Weg
der Weg der Liebe ist. Jesu Weg.
Kein Weg der absoluten Sätze,
sondern des Blickes
auf die eigene
und die andere Person
und ihre Bedürfnisse.
Was brauche ich wirklich,
was will mein Mitmensch?
Körperlich-materiell,
aber auch seelisch…
Wo müssen wir
Grenzen eingestehen und
Ansprüche zurückschrauben,
auch Gesundheitsansprüche?
Muss alles, was geht?
Was muss, was kann, was soll?
Da kann jemand Fehler machen
und doch geliebt sein…

Gott! Wir bitten Dich:
Verhilf uns als guter Heiliger Geist
zu weisen Entscheidungen,
die möglichst vielen nützen
und nur wenig Schaden anrichten.
In Kirche und Gesellschaft.

Weise uns als guter Hirte den Weg
zurück in eine vermutlich andere,
neue Normalität.
Gib uns Kraft und Segen
für das Werk ihrer Gestaltung.
Und mach, dass dabei Raum bleibt
für Liebe, Glück, Freude,
und dabei durchaus auch
für ein wenig Ausgelassenheit.
Erfülle alle Hoffnung auf neues,
erneuertes, gerechteres Leben!

Und was uns sonst auf dem Herzen liegt,
sei nun hineingenommen in Jesu Gebet:

„Vater unser im Himmel!
Geheiligt werde dein Name.
Dein Reich komme.
Dein Wille geschehe, wie im Himmel, so auf Erden.
Unser tägliches Brot gib uns heute.
Und vergib uns unsere Schuld,
wie auch wir vergeben unseren Schuldigern.
Und führe uns nicht in Versuchung,
sondern erlöse uns von dem Bösen.
Denn dein ist das Reich und die Kraft
und die Herrlichkeit in Ewigkeit.
Amen.“

---

P.S.: ICH LADE AUCH HERZLICH DAZU EIN, MIR IHRE UND EURE GEBETSANLIEGEN MITZUTEILEN. DANN KANN ICH SIE IN MEINE TÄGLICHEN GEBETSVORSCHLÄGE MIT AUFNEHMEN (einfach per E-Mail an andreas.odlozinski@ekir.de senden)!



Abendgebet in der Corona-Krise am Mittwoch, dem 6. Mai 2020

Um 19 Uhr beten wir in Oberhausen und Duisburg, aber auch an anderen Orten wieder gemeinsam. Die Glocken läuten, gleichzeitig ruft in Duisburg auch der Muezzin. Kerzen werden angezündet.

Dazu - darauf wurde ich hingewiesen - gibt es übrigens einen passenden neuen Song (siehe Öffnet externen Link in neuem Fensterhttps://www.youtube.com/watch?v=DP_90vWFOLQ&fbclid=IwAR14dGYRbcT7zqaR2CqW6ToVrUpetEs_lyCZzJ_33OsdZBvwytJiAFiStVI).


 

Bei mir aber steht heute, am Mittwoch, dem 6. Mai 2020 um 19 Uhr ein Kerzenständer im Fenster, den ich gerade beim Aufräumen meines Büros wiedergefunden habe. Er stammt von der Insel Bornholm. Dort haben wir 1992 im Rahmen einer Ostsee-Fahrradtour einen unserer Geburtstage auf dem Campingplatz gefeiert. Für die Geburtstagskerze brauchte es einen Ständer. Diesen gab es im lokalen Laden und schließlich ist er in den Packtaschen mitgekommen, hat dann lange hier im Amtsbereich auf dem Besuchertisch gestanden. Also am Ende ein Objekt aus dem Urlaub für den Arbeitsalltag…
Mein heutiges Gebet wird davon ausgehend wie folgt lauten. Wer möchte, ist eingeladen, es mitzubeten:

---

Ewiger Gott!
Danke für das Leben,
das sich bei den meisten von uns
irgendwo zwischen Arbeitsalltag
auf der einen und Freizeit
auf der anderen abspielt.
In diesem gewohnten Wechselspiel
von Leistung und Auftanken,
das Du, Gott ja selbst
in der Bibel geboten hast,
bewegen wir uns üblicher Weise
durch die Zeiten.

Den anderen dienen,
dafür das erhalten,
was zum Leben nötig ist,
und doch keine Knechtschaft
pausenlosen Rackern-Müssens,
kein „Immer-Zur-Stelle-Sein“.
Urlaub haben, Freie Zeit,
Sonn- und Feiertage -
welch ein Glück!
Danke, Gott,
dass wir hier so leben dürfen!
Vielen auf der Welt
ist das nicht vergönnt.

Deshalb bitten wir Dich für sie:
Mach allen ausbeuterischen
Zuständen im Arbeitsleben
ein Ende, mach dass alle
mindestens Den von Dir
gebotenen wöchentlichen Feiertag
genießen können
Gib Zeiten zum Ausruhen,
Kraft-Schöpfen, Innehalten.
Sorge auch da für Gerechtigkeit.

Im Moment allerdings ist für viele
dieser gewohnte Lebensrhythmus
durcheinandergeraten.
Die einen hat das Virus ausgebremst,
die anderen treibt es zu mehr Arbeit
- vor allem im Kampf dagegen.
Sich da neu einzurichten,
darauf einzustellen ist nicht leicht.

Und: neue Erkenntnisse zur Sache
führen zu immer neuen Entscheidungen,
fordern, sich immer wieder
auf neue Situationen und Vorgaben
einzustellen.
Was gestern galt, gilt morgen nicht mehr.

Gott, hilf da, bald wieder ein neues,
gutes Gleichgewicht zu finden
oder zum soliden alten zurück.
So, dass wir auch zukünftig
gelassen und zuversichtlich
ins Morgen gehen können.

Ja, Gott, mach der Krise ein Ende.
Schenke Heilung, dämme das Virus ein,
bewahre vor Leid und Tod,
schenke, wo nötig, Trost und Kraft.
Mach die Folgen der getroffenen Maßnahmen
uns den Weg in die Zukunft nicht verstellen.

Lass uns am Ende dieser Zeit
schließlich in Ruhe innehalten
- zur Erholung, aber auch
um zu bedenken, was an gutem Neuen
aus dieser Zeit bewahrt werden sollte
und um auszusortieren
und für immer zur Seite zu legen,
was sich erkennbar nicht bewährt hat.

Gott! Weise uns den Weg in die Zukunft!
Nimm uns dabei in Deinen Dienst!
Aber schenke dazwischen
immer auch Zeiten des Innehaltens.
Das bitten wir Dich, der Du für uns
Inbegriff von Zukunft und Hoffnung bist.

Und was uns sonst auf dem Herzen liegt,
sei nun mit hineingenommen
in das Gebet Jesu:


„Vater unser im Himmel!
Geheiligt werde dein Name.
Dein Reich komme.
Dein Wille geschehe, wie im Himmel, so auf Erden.
Unser tägliches Brot gib uns heute.
Und vergib uns unsere Schuld,
wie auch wir vergeben unseren Schuldigern.
Und führe uns nicht in Versuchung,
sondern erlöse uns von dem Bösen.
Denn dein ist das Reich und die Kraft
und die Herrlichkeit in Ewigkeit.
Amen.“

---

P.S.: ICH LADE AUCH HERZLICH DAZU EIN, MIR IHRE UND EURE GEBETSANLIEGEN MITZUTEILEN. DANN KANN ICH SIE IN MEINE TÄGLICHEN GEBETSVORSCHLÄGE MIT AUFNEHMEN (einfach per E-Mail an andreas.odlozinski@ekir.de senden)!

Abendgebet in der Corona-Krise am Montag, dem 5. Mai 2020

Um 19 Uhr beten wir in Oberhausen und Duisburg wieder gemeinsam. Die Glocken läuten, gleichzeitig ruft in Duisburg auch der Muezzin. Kerzen werden angezündet.

 

 



Bei mir steht heute, am Montag, dem 5. Mai 2020 um 19 Uhr noch einmal wie vor Wochen jener Kerzenständer aus Hebron im Fenster, den ich 1981 von einer Reise nach Israel und Palästina mitgebracht habe. Die damalige Fahrt war eine von vielen, an denen ich seit meiner Konfirmandenzeit im Rahmen der Evangelischen Jugendarbeit als Teilnehmer und später auch ehren- und hauptamtlicher Teamer teilgenommen habe. Alle haben sie mein Leben bereichert. Nun mussten wir infolge der „Corona-Krise“ erst unsere verbleibenden Konfifahrten absagen und nun auch die für die Sommerferien geplanten Fahrten für Kinder- und Jugendliche, dazu die von unserer Gemeinde verantworteten Ferienspiele in Alstaden. Und wir werden nicht die einzigen sein, denen es so geht. Was wird den Jugendlichen da entgehen? Wird man solche Veranstaltungen in Zukunft noch durchführen können? Kostenmäßig? Unter den nun entstandenen hygienischen Ansprüchen, wo es krank machende Viren und Bakterien doch schon immer gab und immer geben wird? Und immer mehr wird deutlich, dass große Teile jungen Generationen zu den Verlierern der Krise zählen wird, nicht nur bei Bildung und Freizeit…

Mein heutiges Gebet wird davon ausgehend wie folgt lauten. Wer möchte, ist eingeladen, es mitzubeten:

---

Ewiger Gott!
Du schenkst immer neuen
Generationen das Leben.
Unseren Kindern und Kinderskindern.
Für das Geschenk unserer Kinder
sind wir Dir dankbar.

Ja auch wir Erwachsenen
in der Mitte des Lebens waren einmal
die fleischgewordene Zukunft
unserer Eltern und Vorfahren,
sind es zum Teil immer noch.
Auch für diese Verbundenheit
durch die Zeiten hindurch
danken wir Dir auch, guter Gott!

Kinder und Jugendliche aber
brauchen Erlebnisräume
in denen sie sich ausprobieren,
in denen sie Erfahrungen
sammeln und Neues lernen
und kennenlernen können.
Ganz grundlegend in der Familie
vor allem aber auch darüber hinaus
- je älter, desto mehr.
In Vereinen, im Freundeskreis,
in KiTa und Schule, in Gruppen
- auch religiösen - bei gemeinsamen
Fahrten mit Gleichaltrigen.
Gott, bisher hat das bei uns hier
überwiegend gut funktioniert.
Auch dafür danken wir Dir!

Nun aber sind unserem Nachwuchs
die meisten dieser Räume verschlossen
- seit Wochen und bis heute,
aber auch noch auf Monate hinaus.
Fahrten mussten wir absagen.
Ferienspiele auch. Die Einrichtungen
sind geschlossen. Mühsam
öffnen sich erste Schultüren…
Das klagen wir Dir, Gott!

Kein wirkliches Miteinander
außerhalb der eigenen vier Wände.
In Sachen Bildung nur Ersatzstoffe
oft minderer Qualität.
Nur noch wenig echtes Erleben.
Abhängig von den Möglichkeiten
und Fähigkeiten in der Familie.

Und bei wieder geöffneten Türen
auch nur Distanz, Distanz, Distanz.
Die anderen - nicht zuerst
mögliche Freundinnen und Freunde,
sondern mögliche Gegner voller Viren…
Die Logik sagt: „Angst und Vorsicht
vor Mut und Offenheit!“
Hygiene wird Arbeit machen.
Arbeit kostet Geld und Zeit.
Nichts mehr spontan?
Was wird das bedeuten?
In welche Welt werden unsere
Kinder und Jugendlichen
demnächst hineinwachsen?

In all den nötigen Abwägungen -
wo liegen Deine Akzente, Gott?
Beim schieren Überleben?
Oder haben bei Dir auch
solche Dinge ihren Wert
wie Angstfreiheit, Unbefangenheit,
körperliche Nähe, Gesang,
spontane Emotionen,
Bildung durch Austausch
- auch über Grenzen hinweg?

Jesus hat gepredigt: „Sorget nicht!“
Jesus ist zugegangen
auf Aussätzige, Sünderinnen…
Er hat unbekannte Kinder
an sich gedrückt.
150 Psalmen singen in Deinem Namen.
König David und Miriam tanzten vor Dir.
Abraham und seine Familie
reisten über tausende von Kilometern?
Guter Gott! Was bedeutet das heute
im Angesicht des Virus?
Gib uns doch Antwort!
Hilf beim Entscheiden!

Und vor allem und immer wieder:
Bewahre vor heftiger,
lebensbedrohender Erkrankung!
Stehe Sterbenden bei!
Tröste Trauernde!
Und das nicht nur bei Covid-19!

Du Gott, bist jedenfalls
unsere einzig wirkliche Hoffnung
heute, morgen und in Ewigkeit!

Alles aber, was uns sonst
auf dem Herzen liegt,
sei nun mit hineingenommen
in das Gebet Jesu:


„Vater unser im Himmel!
Geheiligt werde dein Name.
Dein Reich komme.
Dein Wille geschehe, wie im Himmel, so auf Erden.
Unser tägliches Brot gib uns heute.
Und vergib uns unsere Schuld,
wie auch wir vergeben unseren Schuldigern.
Und führe uns nicht in Versuchung,
sondern erlöse uns von dem Bösen.
Denn dein ist das Reich und die Kraft
und die Herrlichkeit in Ewigkeit.
Amen.“

---

P.S.: ICH LADE AUCH HERZLICH DAZU EIN, MIR IHRE UND EURE GEBETSANLIEGEN MITZUTEILEN. DANN KANN ICH SIE IN MEINE TÄGLICHEN GEBETSVORSCHLÄGE MIT AUFNEHMEN (einfach per E-Mail an andreas.odlozinski@ekir.de senden)!



Abendgebet in der Corona-Krise am Montag, dem 4. Mai 2020

Um 19 Uhr beten wir in Oberhausen und Duisburg wieder gemeinsam. Die Glocken läuten, gleichzeitig ruft in Duisburg auch der Muezzin. Kerzen werden angezündet.

 



Bei mir steht heute, am Montag, dem 4. Mai 2020 um 19 Uhr eine Kerze im Fenster, die wir am Wochenende eigentlich zusammen mit Blumen und Wein als Mitbringsel zu Freunden mitgenommen hätten. Die Weinflasche habe ich zusammen mit meiner Frau geleert. Nun, die Kerze brennt jetzt aus gegebenem Anlass im Fenster… Und ein Treffen wie geplant wird es in absehbarer Zeit ja doch nicht geben… Daneben sind mir ein paar Themen beim Lesen der Tageszeitung ins Auge gesprungen.

Mein heutiges Gebet wird deshalb wie folgt lauten. Wer möchte, ist eingeladen, es mitzubeten:

---

Lebendiger Gott!
Wieder ein Wochenende vorbei,
das anders war als üblich.
Andacht in der Kirche - aber nur zu dritt:
Musiker, Kameramann, Pfarrer…
Die anderen musste man sich
an Bildschirmen dazu denken.
Was Du, Gott, wohl von alledem denkst?

Und privat?
Freizeit nur im kleinsten Familienkreis.
Freunde in vertrauter Runde treffen,
Entspannt, gelöst, aufbauend…
Bei einem guten Essen.
Das hat Jesus doch auch geschätzt.
Langsam beginne ich zu vergessen
wie das ist, wie das sein kann.
Was würde Jesus machen?

Treffen mit anderen? Zufällig.
Beim Einkauf, auf der Straße…
Und bloß nicht zu lange.
Das Virus könnte ja…
Kommen andere an uns vorbei
- im Anderthalbmeter-Abstand?
Elternkontakt nur per Skype.
Wie soll man Mutter und Vater
ehren in diesen Tagen?
Sag es uns, Gott!

Die Psalmen sagen:
„Singt dem HERRN!“
Die Virologen meinen:
„Gesang ist maximal infektiös.“
Wie soll das zusammengehen?
Ist eine Lösung in Sicht?
Ist es schon falsch,
wenn wenigstens eine oder einer
die Stimme zu Deinem Lob erhebt?
Sprich, o Herr!

Ich lese: Auch in unserer Stadt
hat das Virus nun ein Heim
für alte Menschen getroffen.
Maximales Risiko für
Mitglieder der Risikogruppe,
aber auch das Betreuungspersonal.
Gott, hilf, dass alle Infizierten
das ohne große Leiden überstehen!
Aber: Dein Wille geschehe!
Was aber ist Dein Wille?

Das Friedensdorf, unsere bekannte
Hilfseinrichtung für Kinder aus
Kriegs- und Katastrophengebieten
kämpft mit Problemen:
Kinder können nicht nach Hause.
Neue, die dringend Behandlung brauchen,
können nicht kommen,
müssen ohne vielleicht sterben.
Coronatote auch ohne Corona?
Gott, gib Hilfe und Barmherzigkeit
eine Chance!
Covid-19 ist doch nicht
die einzige toddrohende Krankheit!

Und überall Öffnungen, Lockerungen
und dann wieder der Streit darum.
Angst vor Ansteckung,
Angst vor Freiheitsverlust,
Angst vor Existenzverlust,
Angst vor Positionsverlust!
Gott: Wo ist Dein „Fürchte Dich nicht!“,
Dein „Füchtet Euch nicht!“?

Gott, so viel bewegt uns zurzeit
und es fehlen die Antworten
oder es sind ihrer zu viele,
zu widersprüchliche.

So wenden wir uns an Dich
und bitten Dich um Hilfe, Gott!
Denn Du allein bist unsere Hoffnung
in Zeit und Ewigkeit.

Ja, ein paar Dinge
haben wir dir nun genannt.
Den Rest nehmen wir nun mit hinein
in das Gebet Jesu:

„Vater unser im Himmel!
Geheiligt werde dein Name.
Dein Reich komme.
Dein Wille geschehe, wie im Himmel, so auf Erden.
Unser tägliches Brot gib uns heute.
Und vergib uns unsere Schuld,
wie auch wir vergeben unseren Schuldigern.
Und führe uns nicht in Versuchung,
sondern erlöse uns von dem Bösen.
Denn dein ist das Reich und die Kraft
und die Herrlichkeit in Ewigkeit.
Amen.“

---

P.S.: ICH LADE AUCH HERZLICH DAZU EIN, MIR IHRE UND EURE GEBETSANLIEGEN MITZUTEILEN. DANN KANN ICH SIE IN MEINE TÄGLICHEN GEBETSVORSCHLÄGE MIT AUFNEHMEN (einfach per E-Mail an andreas.odlozinski@ekir.de senden)!


 

 



Abendgebet in der Corona-Krise am Sonntag, den 3. Mai 2020

Um 19 Uhr beten wir in Oberhausen und Duisburg wieder gemeinsam. Die Glocken läuten, gleichzeitig ruft in der Nachbarstadt inzwischen auch der Muezzin. Kerzen werden angezündet.

 

Bei mir steht heute, am Sonntag „Jubilate“ („Jubelt“), dem 3. Mai 2020 um 19 Uhr wieder keine Kerze im Fenster im Fenster unseres Pfarrhauses. Allerdings werde ich auch nicht mit der großen Außenlaterne in der österlichen Aufmachung der vergangenen Sonntage vor der Lutherkirche Buschhausen stehen, sondern mit Stefan Treutler am Keyboard in der Kirche sein. Deshalb zeigt das Foto auch die Altarkerzen in der Kirche. Grund sind einmal die Wettervorhersage und die Gefahr, dass sich trotz Livestream und Youtube* zu viele Leute in unsere Nähe begeben. Wir werden also - wie gehabt - eine "Kleine Andächtige Musik" präsentieren, aber eben nicht an der Straße…
* Der Livestream ist hier auf Facebook zu finden Öffnet externen Link in neuem Fensterhttps://www.facebook.com/Ev-Emmaus-Kirchengemeinde-150947461634353/), ebenso das aufgezeichnete Video, dieses aber auch auf YouTube (Kanal: "Evangelische Kirche in Oberhausen").
Das folgende Gebet, das ich für nachher vorbereitet habe, entspricht inhaltlich dem, was ich heute in einem normalen Sonntagsgottesdienst als Fürbitten oder Schlussgebet gesprochen hätte:
---
Gott, am Sonntag „Jubilate“ jubeln wir:
über das Leben, das Du schenkst,
über das Wiedererwachen der Natur
nach grauem, kaltem Winter,
über den Regen, der nach der Trockenheit
unsere Felder und Gärten getränkt hat.
Gott, wir preisen Dich
für all die Menschen die uns lieb und wert sind,
für alle Taten der Liebe, Gerechtigkeit und Solidarität,
für den großen Einsatz,
den viele gerade jetzt für andere zeigen:
etwa in der Pflege und Medizin,
bei Ver- und Entsorgung,
in den Ordnungsdiensten,
da, wo das Leben ungewohnt neu
organisiert werden muss…
Gott, die meisten von uns sind glücklich,
dass sie gesund sind, lange nicht krank waren
oder - wenn doch - die letzte Krankheit (auch Covid 19)
ohne größere Folgen überstanden haben.
Die meisten haben ihren weiterhin ihren Beruf
und ihr Auskommen.
Viele sind auch froh, dass die Tretmühle
ihres Alltags mal ausgebremst wurde.
Lob und Dank sei Dir dafür, Gott!
Aber es gibt auch die anderen:
Kranke, die leiden, ja um ihr Leben ringen.
Bedrohte und inzwischen auch gescheiterte Existenzen:
wirtschaftlich, seelisch, im Blick auf ihre Beziehungen,
Leute in Ausbildungen, die um ihre Abschlüsse
und deren Verwertbarkeit bangen,
Sterbende und Trauernde…
- häufig, aber nicht ausschließlich
als Auswirkung des neuen Virus‘.
Und da sind immer noch die Flüchtlinge
an unseren Grenzen und jene,
deren Integration bei uns abrupt gestoppt wurde.
Da sind die vielen blutigen Konflikte weltweit
- immer noch!
Da sind andere Katastrophen und ihre Folgen:
Heuschrecken in Ostafrika,
Unwetter bei unseren Partnerinnen und Partnern
in Indonesien und, und, und…
Im Blick auf sie und alle anderen Notleidenden
bitten wir Dich, Gott:
Wende ihre Not zum Guten!
Mach, dass sie,
am Ende ihrer finsteren Lebenstäler angekommen,
auch jubeln können über neues Glück,
neues Leben und neue Freiheit!
Du, Ewiger und Allmächtiger,
bist und bleibst jedenfalls
unsere Hoffnung in Zeit und Ewigkeit.
Und was jetzt nicht laut gesagt wurde,
uns aber ebenso am Herzen liegt,
sei nun mit hineingenommen in das Gebet Jesu:
„Vater unser im Himmel!
Geheiligt werde dein Name.
Dein Reich komme.
Dein Wille geschehe, wie im Himmel, so auf Erden.
Unser tägliches Brot gib uns heute.
Und vergib uns unsere Schuld,
wie auch wir vergeben unseren Schuldigern.
Und führe uns nicht in Versuchung,
sondern erlöse uns von dem Bösen.
Denn dein ist das Reich und die Kraft
und die Herrlichkeit in Ewigkeit.
Amen.“
---
P.S.: ICH LADE AUCH HERZLICH DAZU EIN, MIR IHRE UND EURE GEBETSANLIEGEN MITZUTEILEN. DANN KANN ICH SIE IN MEINE TÄGLICHEN GEBETSVORSCHLÄGE MIT AUFNEHMEN (einfach als PN via facebook-Messenger an mich)!


Abendgebet in der Corona-Krise am Samstag, dem 2. Mai 2020


Um 19 Uhr beten wir in Oberhausen und Duisburg wieder gemeinsam. Die Glocken läuten, gleichzeitig ruft in Duisburg auch der Muezzin. Kerzen werden angezündet.



Bei mir steht heute, am Samstag, dem 2. Mai 2020 um 19 Uhr noch einmal die rote Kerze von gestern im Fenster. Gestern am Tag der Arbeit hatte ich ja vor allem das Thema „Gerechtigkeit“ und seine möglichen aktuellen Infragestellungen im Blick. Was mir dabei ein wenig aus dem Blick geraten ist, ist der Dank für unseren bisherigen Sozialstaat und diejenigen, die ihn auf- und ausgebaut haben…

Mein heutiges Gebet wird deshalb in Ergänzung zum gestrigen wie folgt lauten. Wer möchte, ist eingeladen, es mitzubeten:

---

Gerechter Gott!
Wir hier in Deutschland
leben bisher in einem Staat
und einer Gesellschaft,
wo im Vergleich zu anderen Ländern
- bei aller bleibenden Ungleichheit -
viel dafür getan wurde, dass niemand
in totale Existenznot gerät,
wo in Notsituationen niemand
völlig sich selbst überlassen bleibt.
Dafür danken wird Dir!

Das war zu früheren Zeiten anders.
Der so genannte „Sozialstaat“
musste erkämpft werden,
oft gegen die Interessen jener,
die Profit schlagen konnten
aus Ungleichheit und Ungerechtigkeit.
Viele haben da mitgetan:
Gewerkschaftsmitglieder
und ihre Anführer, politische Parteien,
die sich der sozialen Frage annahmen,
Menschen, gerade auch in den Kirchen,
die solidarisch Nächstenliebe, Nothilfe,
Beratung und nicht zuletzt gute Bildung
und medizinische Betreuung für alle
auf ihre Fahnen geschrieben haben.
Viele ihrer Gedanken und Ideen
wurzelten in Deinem biblischen
Wort und Gebot.
Für all diese Menschen,
ihr großartiges Wirken
und Deine Inspiration
danken wir Dir, Du großer Gott!

Hilf nun auch uns
und den heute Verantwortlichen
in unserem Land und aller Welt,
in diesem, Deinem heiligen Geist
der Liebe und Gerechtigkeit
auch der gegenwärtigen Krise
entgegenzutreten.

Ja, Gott, hilf uns, Mittel gegen Infektion
und schwere Erkrankung zu finden
und diese dann auch solidarisch
für alle zugänglich zu machen!
Mehre Wissen, Erkenntnis
und gegenseitige Aufmerksamkeit
im Umgang mit dem neuen Virus.

Zeige uns, wie wir auch heute
schwere Krisenlasten so verteilen,
dass Schwache nicht zusammenbrechen
während andere folgenlos
weitermachen können.
Hilf gemeinsam zu tragen -
jede und jeder nach dem Maß
seiner Gaben und Begabungen.

Hilf uns das Soziale
in unserem Gemeinwesen
nicht einzuschränken,
sondern weiter auszubauen.
Ganz nach dem Gebot
Deines Sohnes Jesus:
„Einer trage des andern Last!“

Das bitten wir Dich, gerechter Gott,
der Du Grund all unserer Hoffnung bist,
heute, morgen und in Ewigkeit!

Und was wir nicht laut gesagt haben,
uns aber ebenfalls am Herzen liegt,
sei nun mit hineingenommen in Jesu Gebet:

„Vater unser im Himmel!
Geheiligt werde dein Name.
Dein Reich komme.
Dein Wille geschehe, wie im Himmel, so auf Erden.
Unser tägliches Brot gib uns heute.
Und vergib uns unsere Schuld,
wie auch wir vergeben unseren Schuldigern.
Und führe uns nicht in Versuchung,
sondern erlöse uns von dem Bösen.
Denn dein ist das Reich und die Kraft
und die Herrlichkeit in Ewigkeit.
Amen.“

---

P.S.: ICH LADE AUCH HERZLICH DAZU EIN, MIR IHRE UND EURE GEBETSANLIEGEN MITZUTEILEN. DANN KANN ICH SIE IN MEINE TÄGLICHEN GEBETSVORSCHLÄGE MIT AUFNEHMEN (einfach per E-Mail an andreas.odlozinski@ekir.de senden)!

Abendgebet in der Corona-Krise am Freitag, dem 1. Mai 2020

Um 19 Uhr beten wir in Oberhausen und Duisburg wieder gemeinsam. Die Glocken läuten, gleichzeitig ruft in Duisburg auch der Muezzin. Kerzen werden angezündet.



Bei mir steht heute, am Freitag, dem 1. Mai 2020 um 19 Uhr eine einfache rote Kerze im Fenster. Rot, weil es die Farbe der Arbeiterbewegung ist. Heute ist ja der „Tag der Arbeit“, der Tag des Kampfes um Gerechtigkeit im Arbeitsleben, die auch von den biblischen Propheten - von Jesus und seinen Aposteln auch aber nicht ganz so lautstark - gefordert wurde. Gerechtigkeit, die die Besitzenden und Einflussreichen in die Schranken weist und elementare Lebensrechte für alle Kinder Gottes, auch und gerade für die bisher Benachteiligten beinhaltet! Eine Forderung, die meiner Meinung nach jetzt, während „Corona“ auch wieder ganz laut hörbar werden muss, damit es nach Corona nicht weltweit zu einer Flut zerbrochener Existenzen, schlimmstenfalls - wie auch schon zur Zeit der alten Propheten und von ihnen angekündigt - zum großen, wie auch immer gearteten „Knall“ kommt…

Mein Gebet wird wie folgt lauten. Wer möchte, ist eingeladen, es mitzubeten:

---

Gerechter Gott!
Du hast uns geschaffen,
hast uns das irdische Leben geschenkt.
Du stellst uns zur Verfügung,
was zum Erhalt dieses Lebens nötig ist.
Und wir wissen: es ist eigentlich
genug da für alle Geschöpfe.
Dank sei Dir dafür.

Doch wir sehen auch:
Tatsächlich sind die Güter des Lebens
sehr ungleich verteilt.
Die einen haben viel, die anderen wenig.
Die einen haben die Macht,
überreichlich zuzugreifen,
während es bei anderen nicht einmal
für das Notwendigste reicht.
Die einen arbeiten dafür bis zum Umfallen.
Den anderen fällt es
ohne große Anstrengung in die Hand.
Da müssen wir uns als Gesellschaft
schuldig bekennen vor Dir,
Du gerechter Gott.

Aktuell ist eine Zeit der Krise.
Vordergründig sind alle betroffen.
Jeder kann angesteckt werden,
kann heftig erkranken.
Wir hörten von reichen
und prominenten Toten
und ahnen, wie viele arme,
namenlose Durchschnittsopfer
neben ihnen lagen.
Ja, der Tod ist ein harter,
strenger und gerechter Herr
auf dem Weg zu Dir!

Aber als Überlebende hier auf der Erde,
werden jene, die viel haben
- Geld, Macht, Einfluss -
sich leichthin retten können und
diktieren schon jetzt die Tagesordnung
auf dem Weg heraus.
Ja, die Krise fegt Leichtgewichte
unter ihren Konkurrenten vom Markt.
„Bereinigung“ wird das genannt,
als ob es um Viren und Ungeziefer ginge.
Dabei geht es um Existenzen,
menschliche Existenzen!
Ja, die Krise schwächt die Position
vieler abhängiger Geschäftspartner:
der Arbeiter und Angestellten, Zulieferer…
Vielen von ihnen kämpfen schon jetzt
um die Existenz, geben gerade auf…
Arbeitslosigkeit im großen Stil
wird vorhergesagt und mit ihr
Armut und Not.
Gott, das sei Dir geklagt!

Lebendiger! Ewiger!
Im Namen der Gerechtigkeit!
Stärke die Schwachen!
Bewege die Mächtigen und Besitzenden
zu echter Solidarität!
Befördere eine Politik,
die niemanden zurück lässt,
die allen eine Chance gibt,
die Ungerechtigkeiten nicht verstärkt,
sondern vermindert und dabei
mindestens so konsequent
und hart verfährt, wie aktuell
bei der Infektionsbekämpfung.

Vor allem aber:
Hilf das Virus zu besiegen!
Bewahre vor schwerer Erkrankung
und bitterem Sterben!
Nimm Verstorbene gnädig bei Dir auf.
Schenke Trauernden Trost!

Das bitten wir Dich Gott,
der Du Grund all unserer Hoffnung bist,
allem voran unserer Hoffnung
auf Gerechtigkeit.

Und was wir nicht laut gesagt haben,
uns aber ebenfalls am Herzen liegt,
sei nun mit hineingenommen in Jesu Gebet:

„Vater unser im Himmel!
Geheiligt werde dein Name.
Dein Reich komme.
Dein Wille geschehe, wie im Himmel, so auf Erden.
Unser tägliches Brot gib uns heute.
Und vergib uns unsere Schuld,
wie auch wir vergeben unseren Schuldigern.
Und führe uns nicht in Versuchung,
sondern erlöse uns von dem Bösen.
Denn dein ist das Reich und die Kraft
und die Herrlichkeit in Ewigkeit.
Amen.“

---

P.S.: ICH LADE AUCH HERZLICH DAZU EIN, MIR IHRE UND EURE GEBETSANLIEGEN MITZUTEILEN. DANN KANN ICH SIE IN MEINE TÄGLICHEN GEBETSVORSCHLÄGE MIT AUFNEHMEN (einfach per E-Mail an andreas.odlozinski@ekir.de senden)!



Abendgebet in der Corona-Krise am Donnerstag, dem 30. April 2020


Um 19 Uhr beten wir in Oberhausen und Duisburg wieder gemeinsam. Die Glocken läuten, gleichzeitig ruft in Duisburg auch der Muezzin. Kerzen werden angezündet.



Bei mir steht heute, am Donnerstag, dem 30. April 2020 um 19 Uhr ein „Kerzenglas“ im Fenster, das mir auch vor Jahren von unserer Buschhausener Kindertageseinrichtung „Regenbogenhaus“ geschenkt wurde. Ich habe es genommen, weil ich heute vor allem an die Mitarbeiterinnen denken will. Vier von ihnen habe ich heute zufällig getroffen, als Unterschriften im Büro anstanden, dazu noch unseren Küster. Auch mit unserem Kirchenmusiker habe ich länger telefoniert. Nachher tagt das neue Presbyterium erstmalig. Natürlich per Video. Zeit also, die Gemeindemitarbeitenden überhaupt ins Gebet zu nehmen.

Es wird wie folgt lauten. Wer möchte, ist eingeladen, es mitzubeten:

---

Himmlischer Vater im Himmel,
der Du uns liebevoll begegnest
wie eine gute Mutter!
Du bist für uns da,
Du machst so viel für uns.
Wer und was wären wir ohne dich!
Danke für alle Deine Gaben,
für alle Kraft, die Du schenkst,
für Dein Wirken in uns als Heiliger Geist.

So viele Menschen arbeiten wie ich,
in Deinem Auftrag zum Dienst verpflichtet.
Gemeinsam versuchen wir,
Deine Botschaft weiterzutragen,
in Deinem Sinne solidarisch zu leben,
dafür gute Rahmenbedingungen zu schaffen.

Danke, Gott, dass Du uns
in Deinen Dienst gerufen hast!
Danka für all die anderen,
die diesen Dienst mit uns versehen:
haupt-, neben- und ehrenamtlich.
Gerade den Letzteren gilt besonderer Dank,
denn es ist nicht irdischer Lohn,
für den sie Geist, Herz und Hand
in Bewegung setzen.

Danke für die vielen guten Ideen
mit denen sie uns bereichern
- auch und gerade in der
aktuellen und schwierigen „Coronazeit“.
Da ist der „Bastelzaun“ für die Kinder,
da werden Autokinos zur Kirche auf Zeit,
da betet man zusammen von Balkon zu Balkon,
da sind Angebote über alte und neue Medien,
Internet, Telefon, gedruckte Texte, Briefe,
im Fernsehen, „andächtige Straßenmusik“…
Und dahinter immer Menschen,
die Dich, Gott im Blick haben
und Jesus, Deinen Menschensohn;
Leute, die sich von Dir
als Heiligem Geist leiten lassen.
Für sie alle danken wir Dir.

Die vom Virus verursachte Krise
hat ihr Leben umgekrempelt
in allen Ländern dieser Welt.
Das macht es ihnen nicht leicht.
Gott hilf ihnen, die Ausdauer zu bewahren!
Mach, dass sich die Verhältnisse
bald wieder zum Besseren wenden!
Wehre Ansteckung, Leiden und Tod!
Tröste in Trauer und anderen
Schwierigkeiten und Verlustsituationen!

Bewahre uns alle!
Stärke und ermutige!
Hilf in der Not, Du ewiger Gott!
Schenke Zukunft und Hoffnung
in Zeit und Ewigkeit!

Was gerade nicht laut gesagt wurde,
uns aber auch am Herzen liegt,
sei mit hineingenommen in das Gebet Jesu:

„Vater unser im Himmel!
Geheiligt werde dein Name.
Dein Reich komme.
Dein Wille geschehe, wie im Himmel, so auf Erden.
Unser tägliches Brot gib uns heute.
Und vergib uns unsere Schuld,
wie auch wir vergeben unseren Schuldigern.
Und führe uns nicht in Versuchung,
sondern erlöse uns von dem Bösen.
Denn dein ist das Reich und die Kraft
und die Herrlichkeit in Ewigkeit.
Amen.“

---

P.S.: ICH LADE AUCH HERZLICH DAZU EIN, MIR IHRE UND EURE GEBETSANLIEGEN MITZUTEILEN. DANN KANN ICH SIE IN MEINE TÄGLICHEN GEBETSVORSCHLÄGE MIT AUFNEHMEN (einfach per E-Mail an andreas.odlozinski@ekir.de senden)!



Abendgebet in der Corona-Krise am Mittwoch, dem 29. April 2020

Um 19 Uhr beten wir in Oberhausen und Duisburg wieder gemeinsam. Die Glocken läuten, gleichzeitig ruft in Duisburg auch der Muezzin. Kerzen werden angezündet.

 



Bei mir steht heute, am Dienstag, dem 29. April 2020 um 19 Uhr wieder ein Teelichthalter aus unserer Wohnung auf der Fensterbank. Wieder kein Repräsentant für besondere Anliegen… Überlegungen laufen, Beerdigungen wieder einem größeren Kreis zugänglich zu machen. Es bleibt die Frage: Wann und wie können und dürfen wir mit dem Feiern von nicht-medialen Gottesdiensten beginnen? Wie ‚vernünftig‘ können die Leute mit gelockerten Bestimmungen umgehen? Wer wird uns helfen, wenn wir zusätzliche Leute brauchen, um Veranstaltungen mit den nötigen Hygienemaßnahmen umsetzen? Und immer wieder neues Wissen, aber auch erkanntes Nichtwissen aus der Medizin. Was gilt? Woran halten? Fragen über Fragen…

Der Inhalt meines Gebetes das ich nachher sprechen werde, wird wie folgt lauten. Wer möchte, ist eingeladen, es mitzubeten:

---

Lebendiger Gott und Herr der Welt!

Die ‚Corona-Zeit‘ dehnt sich weiter.
Man will die getroffenen Maßnahmen lockern.
Doch manchmal fragen wir uns:
Was ist der Anlass? Mit welcher Begründung?
Neue medizinische Erkenntnisse?
Bloße wirtschaftliche oder politische Interessen?
Ergebnisse kluger Abwägungen
mit Blick auf die Gesamtfolgen der Krise?

Fragen über Fragen… Gib Antwort, Gott,
der Du Macht über das Universum hast!

Auch religiöse Feiern sollen wieder möglich sein.
Gottesdienste nicht nur am Bildschirm.
Viele von uns hungern danach.
Aber schaffen wir es überhaupt,
sie in angemessener Form stattfinden zu lassen?
Geistlich? Hygienisch? Haben wir überhaupt
die nötigen Helferinnen und Helfer?
Viele gehören auch zu den Risikogruppen?
Soll man, darf man sie machen lassen?

Fragen über Fragen... Gib Antwort, Gott,
der Du Macht über das Universum hast!

Was wenn der Bedarf das Angebot übersteigt
bei begrenzten Plätzen,
bei eingeschränkter Teilnehmerzahl?
Was sagen wir denen,
die dann nicht mehr dabei sein dürfen?
Wird es zu Konflikten kommen?
Wie damit umgehen,
wenn die eine Gemeinde
wagemutiger entscheidet,
ihre Nachbarin aber
auf „Nummer Sicher“ gehen will?

Fragen über Fragen... Gib Antwort, Gott,
der Du Macht über das Universum hast!

Und dann die unterschiedlichen Meinungen
der wissenschaftlichen Experten…
All das immer wieder erkennbare Nichtwissen
wo alle nach Antworten schreien.
Wie sollte es auch anders sein,
das Virus ist doch so neu…
Auch das Übersehen von Faktoren,
Flüchtigkeitsfehler beim Rechnen.
Eigentlich kennen wir das alle.
Doch jetzt geht es um viel.
Da wird viel gefordert von Menschen,
bei denen man davon ausgeht,
dass sie etwas zu sagen haben
und von denen, die das Sagen haben.
Wo gibt es sichere Antworten.

Fragen über Fragen... Gib Antwort, Gott,
der Du Macht über das Universum hast!

Wir spüren: Du, Gott bist der Einzige,
auf den wir uns noch verlassen können.
Hilf uns, errette uns aus Krankheit,
Not und Tod! Schenke Trost!
Vor allem aber: Gib Antwort, Gott,
der Du Macht über das Universum hast!

Was jetzt aber nicht laut gesagt wurde,
uns jedoch auch am Herzen liegt,
sei mit hineingenommen in das Gebet Jesu:

„Vater unser im Himmel!
Geheiligt werde dein Name.
Dein Reich komme.
Dein Wille geschehe, wie im Himmel, so auf Erden.
Unser tägliches Brot gib uns heute.
Und vergib uns unsere Schuld,
wie auch wir vergeben unseren Schuldigern.
Und führe uns nicht in Versuchung,
sondern erlöse uns von dem Bösen.
Denn dein ist das Reich und die Kraft
und die Herrlichkeit in Ewigkeit.
Amen.“

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P.S.: ICH LADE AUCH HERZLICH DAZU EIN, MIR IHRE UND EURE GEBETSANLIEGEN MITZUTEILEN. DANN KANN ICH SIE IN MEINE TÄGLICHEN GEBETSVORSCHLÄGE MIT AUFNEHMEN (einfach per E-Mail an andreas.odlozinski@ekir.de senden)!



Abendgebet in der Corona-Krise am Dienstag, dem 28. April 2020

Um 19 Uhr beten wir in Oberhausen und Duisburg wieder gemeinsam. Die Glocken läuten, gleichzeitig ruft in Duisburg auch der Muezzin. Kerzen werden angezündet.

Bei mir steht heute, am Dienstag, dem 28. April 2020 um 19 Uhr eine kleine Laterne mit Teelicht von unserem Balkon auf der Fensterbank. Keine besondere Kerze, da heute kein besonderes Anliegen im Mittelpunkt steht. Habe gerade mit einem muslimischen Vertreter erörtert, warum es in Oberhausen keinen Muezzinruf geben darf. Ich weiß auch nicht warum?… Heute Morgen habe ich im Radio Teile eines Gespräches gehört, in dem erörtert wurde, was es eigentlich für uns bedeutet, im Zeichen der Infektion, im Prinzip jedem Menschen ängstlich-distanziert begegnen zu müssen. Jeder Fremde, aber auch jede Nahe, der man länger nicht begegnet ist, sind zuallererst Verdächtige*r. Unschuldsvermutung gilt nicht. Unschuldsbeweis auch nicht, denn getestet wird zu wenig und das nächste Virus kommt ja auch ganz sicher… Was macht es mit kleinen Kindern, für die Mimik und Gestik wichtig sind, was mit uns Erwachsenen etwa in Verhandlungen mit anderen, wenn Gesichts- und Körpersprache durch Masken und Bildausschnitte unterdrückt wird? Natürlich sind da auch humorige Vorstellungen drin, etwa, wenn man vom Kind erfährt, dass Muttern morgens „halbangezogen“ vor der Webcam saß, sie aber im Brustbild doch ganz normal-alltäglich aussah…

Der Inhalt meines Gebetes das ich nachher sprechen werde, wird so lauten. Wer möchte, ist eingeladen, es mitzubeten:

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Ewiger Gott! Vater des Lebens!
Herr des Universums!

Ein weiterer Tag im Schatten von Corona
liegt hinter uns.
Die Zeit zieht sich.
Ein wirkliches Ende ist nicht in Sicht.
Auch morgen und übermorgen
wird es erkennbar so weitergehen.
Noch Monate? Jahre?

Dankbar blicke ich in den Garten.
Endlich hat Regen den trockenen Boden
wieder mit Wasser getränkt.
Danke, dass Du, Gott, so wachsen lässt.

Dankbar sehe ich auch zurück
auf die vielen, von denen ich weiß,
dass sie mit mir und miteinander
ihre Sorgen in dieser schwierigen Zeit
geteilt haben und dass wir es vor allem
mit Dir und vor Dir tun konnten,
ewiger und barmherziger Gott!
Zu hören von den Kerzen,
die in anderen Fenstern zu sehen waren.
Zu wissen: sie alle denken jetzt
aneinander und auch an Dich.
All die Rückmeldungen…
Nicht nur Evangelische waren
und sind darunter, auch Katholiken,
Muslime, Menschen noch anderen
Glaubens, aus anderen Gegenden…
Danke für sie alle!

Gott! Erhöre ihre,
erhöre unser aller Bitten
um ein Ende der Pandemie,
um Heilung und Verschonung,
um Trost und ewiges Leben,
um Gerechtigkeit, wenn es
um die Kosten geht!

Gott, ich frage mich heute auch:
Was wird das Virus mit uns machen?
Mit unserer Gesellschaft?
Wie wird die Zukunft aussehen?
Nach dem Virus ist doch
immer auch vor dem Virus!

Werden wir uns je wieder
unbefangen umarmen können?
Oder sind die anderen für uns
nur noch potentielle Virenträger
oder -trägerinnen?
Selbst Eltern, Geschwister,
beste Freunde und Freundinnen…

Was ist mit den kleinen Kindern,
die Menschen außerhalb der Kleinfamilie
in zu vielen Fällen nur noch
als gesichtslos Maskentragende erfahren.
Welch ein Gegensatz von Wir und Die
könnte daraus erwachsen?
Zwischen denen, in deren Gesichtern
ich offen lesen kann und denen,
die unleserlich-roboterhaft
optisch entmenscht wirken?
Was ist dann stärker: der Verstand
oder das Unbewusste?
Was, wenn ich beim Vertragsabschluss
die Geste der bösen Finte übersehe
- außerhalb des Bildschirms,
hinter der Mund-Nase-Bedeckung?
Wird man mich zur Verantwortung ziehen?

Fragen über Fragen, Gott!
Du bist doch Herr der Welt!
Gib uns Antwort!
Weise uns den Weg!
Hilf uns in der Hilflosigkeit!
Stoppe alle gemeine Bosheit,
die den Vorteil daraus zieht,
dass Not das Gegenüber schwächt!
Lass Gerechtigkeit wachsen!

Dich preisen wir doch durch die Zeiten,
Du Ewiger, Du, der Du Hoffnungen
ungezählter Generationen vor uns
zur Erfüllung gebracht hast.
Lass auch uns Befreiung, Erlösung,
Heilung und Heil erfahren!

Dankbar haben wir Dir vertraut
und vertrauen Dir auch weiterhin.
Gepriesen seist Du deshalb
heute, morgen und in Ewigkeit!

Und was jetzt nicht laut gesagt wurde,
uns jedoch auch am Herzen liegt,
sei nun mit hineingenommen in das Gebet Jesu:

„Vater unser im Himmel!
Geheiligt werde dein Name.
Dein Reich komme.
Dein Wille geschehe, wie im Himmel, so auf Erden.
Unser tägliches Brot gib uns heute.
Und vergib uns unsere Schuld,
wie auch wir vergeben unseren Schuldigern.
Und führe uns nicht in Versuchung,
sondern erlöse uns von dem Bösen.
Denn dein ist das Reich und die Kraft
und die Herrlichkeit in Ewigkeit.
Amen.“

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P.S.: ICH LADE AUCH HERZLICH DAZU EIN, MIR IHRE UND EURE GEBETSANLIEGEN MITZUTEILEN. DANN KANN ICH SIE IN MEINE TÄGLICHEN GEBETSVORSCHLÄGE MIT AUFNEHMEN (einfach per E-Mail an andreas.odlozinski@ekir.de senden)!

Abendgebet in der Corona-Krise am Montag, dem 27. April 2020

Um 19 Uhr beten wir in Oberhausen und Duisburg wieder gemeinsam. Die Glocken läuten, gleichzeitig ruft inzwischen auch der Muezzin. Kerzen werden angezündet.



Bei mir stehen heute, am Montag, dem 27. April 2020 um 19 Uhr drei Geburtstagskerzen aus der ‚Grabbelschublade‘ auf der Fensterbank. Sie waren wohl mal zu viel in der Packung für den bei uns für jede*n in der Familie üblichen Geburtstagskuchen. Ich habe mit ihnen und einem Mini-Kuchen aus der Bäckerei eine Art ‚Kerzeninstallation mit Symbolcharakter‘ gemacht. Denn eine meiner Töchter feiert heute Geburtstag - nur dass der Kuchen jetzt erstmal in Essen steht und heute Abend vermutlich längst aufgegessen ist… Dieser Anlass lässt mich an Kinder, Familie, Generationen denken…

Von daher ist der Inhalt des Gebetes bestimmt, das ich nachher sprechen werde. Wer möchte, ist eingeladen, es mitzubeten:

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Lebendiger Gott und Vater!
Du schenkst das Leben.
Uns Menschen bei der Geburt.
So alltäglich das scheint,
ist es doch jedes Mal ein Wunder:
der erste Schrei,
ein neuer kleiner Erdenbürger,
eine neue kleine Erdenbürgerin
erblickt das Licht der Welt.
Wir danken Dir dafür, Gott.
Für unsere eigenen Kinder
und Kindeskinder,
aber auch für die der anderen.

Wir wurden aber auch selbst
von unseren Müttern
empfangen und geboren
von unseren Vätern gezeugt.
Genau solche Wunder!
Und davor ungezählte Male
weitere Zeugungen,
Empfängnisse und Geburten.
Danke, Gott, also auch
für unsere Vorfahren und das,
was sie für uns getan haben.
Dass sie mitwirkten,
dass wir ins Leben traten.

Danke für unsere Familien,
aus denen wir mit Geburt
und Heranwachsen
herausgetreten sind,
in denen wir wurzeln,
deren Netz uns hoffentlich trägt.

Gerade solches Tragen
brauchen wir im Moment besonders;
herausgefordert durch das Virus
und die von ihm verursachte Krise.

Dabei nehmen wohl die meisten
die aktuelle Lage eher so wahr,
dass Familien geschwächt werden.
Ältere und jüngere Generationen
sollen sich nicht begegnen,
können sich so nur eingeschränkt helfen.
Familieneinkommen brechen weg.
Kindern werden wichtige Lernimpulse
systematisch vorenthalten.
Menschen leiden und sterben
in größtmöglicher Einsamkeit.
Mit jedem weiteren Tag mehr
zerbröseln Zuversicht und Hoffnung,
schwindet die Kraft, gute Miene
zum bösen Spiel zu machen,
Konflikte und Triebe zurückzuhalten…

Gott, das klagen wir Dir und bitten:
Mach der Krise ein Ende!
Hilf allen, die jetzt leiden!
Weise gangbare Wege
zu Eindämmung und Heilung,
die nicht mehr Schaden anrichten
als das Virus selbst.
Hilf den Entscheidenden in der Politik
das angemessene Maß zu finden
zwischen Ansteckungsabwehr
und sozialen Notwendigkeiten -
auch und gerade da, wo es
um Familien und ihr Miteinander geht.

Gott wir preisen das Leben,
das uns verbindet mit unseren
unmittelbaren Verwandten, ja,
mit der ganzen Menschheitsfamilie
und allen Deinen Geschöpfen.
Wir bitten um seinen Schutz,
wohl wissend, dass es hier
auf der Erde nicht ewig dauert.
Das kann es nur bei Dir und mit Dir.
Lass uns auch daran denken,
wenn wir über den Umgang
mit Leid und Krankheit nachdenken
- nicht nur im Blick auf ‚Corona‘.

Und wenn das Leben auf Erden
zu Ende geht, wenn wir Platz machen
für neue Generationen,
dann schenke mildes Sterben
und würdigen Abschied von den Lieben!
Sorge in aller Trauer für Trost,
ewiger Gott der Du Hoffnung
und Zukunft verheißt in Ewigkeit!

Was jetzt aber nicht laut gesagt wurde,
uns jedoch ebenso am Herzen liegt,
sei mit hineingenommen in das Gebet Jesu:

„Vater unser im Himmel!
Geheiligt werde dein Name.
Dein Reich komme.
Dein Wille geschehe, wie im Himmel, so auf Erden.
Unser tägliches Brot gib uns heute.
Und vergib uns unsere Schuld,
wie auch wir vergeben unseren Schuldigern.
Und führe uns nicht in Versuchung,
sondern erlöse uns von dem Bösen.
Denn dein ist das Reich und die Kraft
und die Herrlichkeit in Ewigkeit.
Amen.“

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P.S.: ICH LADE AUCH HERZLICH DAZU EIN, MIR IHRE UND EURE GEBETSANLIEGEN MITZUTEILEN. DANN KANN ICH SIE IN MEINE TÄGLICHEN GEBETSVORSCHLÄGE MIT AUFNEHMEN (einfach per E-Mail an andreas.odlozinski@ekir.de senden)!

 

 

Abendgebet in der Corona-Krise am Sonntag, dem 26. April 2020

Um 19 Uhr beten wir in Oberhausen und Duisburg wieder gemeinsam. Die Glocken läuten, gleichzeitig ruft inzwischen auch der Muezzin. Kerzen werden angezündet.

Bei mir steht heute, am Sonntag „Misericordias Domini“ („Erbarmen des Herrn“), dem 26. April 2020 um 19 Uhr wieder keine Kerze im Fenster unseres Pfarrhauses. Dafür werde ich wieder mit unserer großen Außenlaterne in der österlichen Aufmachung der vergangenen Sonntage vor der Lutherkirche Buschhausen stehen, ebenso mit gebührendem Abstand das Keyboard mit Stefan Treutler und als besonderer Gast auch Claudia Laß mit Blockflöten und Saxofon. Wir werden wieder - allerdings um der Verständlichkeit willen nach dem Läuten - eine "Kleine Andächtige Straßenmusik" präsentieren - übrigens erstmals auch als Livestream auf Facebook (Öffnet externen Link in neuem Fensterhttps://www.facebook.com/150947461634353/live/).



 Das folgende Gebet, das ich für nachher vorbereitet habe, entspricht inhaltlich dem, was ich heute in einem normalen Sonntagsgottesdienst als Fürbitten oder Schlussgebet gesprochen hätte:

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Ewiger Gott,
Du guter Hirte unseres Lebens.
Wir glauben:
Auf jeder Wegstrecke unseres Lebens,
bei jedem Schritt, den wir tun, bist Du da.
Du stärkst uns und hilfst uns.
Du weist uns zurecht,
wo wir in die Irre gehen wollen.

In dieser Gewissheit, in diesem Vertrauen
wenden wir uns nun an Dich:

Zuallererst - weil am drängendsten - bitten wir:
Mach der gegenwärtigen Krise ein Ende.
Mach dem Virus den Garaus!
Sei es kraft Deiner göttlichen Macht,
sei es durch zielgerichtete, am Allgemeinwohl orientierte
Anwendung von Weisheit, Verstand und Solidarität
samt daraus folgenden Taten.
Beides hast Du doch nicht umsonst
in menschliche Köpfe und Herzen gepflanzt.

Hilf bei all den getroffenen Maßnahmen
aber auch im Blick zu behalten:
Virus, Ansteckungsgefahren, Gesundheit
sind nicht die alleinigen Maßstäbe, können es nicht sein.
Zu vielfältig, zu bunt, damit aber auch
für uns winzige Geschöpfe im Universum
viel zu undurchdringbar
ist das von Dir geschenkte Leben
in seinen komplexen Zusammenhängen.

Es gibt auch Bedürfnisse nach Nähe und Miteinander
über die Enge der Engsten hinaus.
Mit maskierten Gegenübern dauerhaft gut leben
können allenfalls Autisten.
Und was nützt es, wenn schon jetzt mancherorts
die Ärmsten sterben - nur nicht an Covid-19,
sondern an den Folgen getroffener Gegenmaßnahmen?
Gott, hilf uns zu erkennen, dass es Sicherheit nicht gibt,
nur Vertrauen, Wagnis, Hoffen
- auch über den Tod hinaus -
geleitet von der Liebe, geleitet von Dir,
ewiger Gott, guter Hirte!
Sicher - todsicher! - ist nur der Tod!
Leben aber ist lebensgefährlich!
Du, Gott, guter Hirte, aber bist und willst das Leben!

In den nächsten Tagen werden auch wir
als Kirche und Gemeinde entscheiden müssen:
Wie viel Wagnis im Namen befreiten Lebens?
Wie viel Einschränkungen im Namen der Sicherheit?
Wenn wir wieder Gottesdienste in unseren Kirchen
feiern dürfen, die wir so lange vermisst haben,
bleibt ja die Frage: ob und wie?
Und: was macht Sinn, ist Deiner würdig?
Ohne Nachdenken weitermachen wie vor der Krise
- das jedenfalls geht nicht, wird nie mehr gehen.
Denn nach der Epidemie ist vor der Epidemie.
Auch Viren sind Deine Geschöpfe, guter Gott
und haben ihren Platz in Deiner Weltordnung,
Jahrmillionen länger als wir
und oft sogar zu unseren Gunsten!
Gott, Du guter Hirte!
Verhilf uns zu einem weisen und liebevollen Umgang
mit den zur Entscheidung anstehenden Dingen
und miteinander!

Gott, Du ewiger guter Hirte:
Wir bitten aber auch und vor allem
für unsere ganze Gesellschaft, für die ganze Welt:
Wehre allem zunehmend mehr zu erfahrenden
ungerechten, egoistischen Bestreben
im Umfeld und im Hintergrund der Krise:
all der Geschäftemacherei mit der Not anderer;
all der klammheimlichen und offenen Freude
über zugrunde gehende Konkurrentinnen
und Mitbewerber mit kürzerem wirtschaftlichem Atem;
allen nicht an wirklicher Erkenntnis zur Krankheit, sondern Publicity und daraus folgenden Finanzspritzen und vermehrtem Einfluss orientierten
wissenschaftlichen Bestrebungen!
Wehre aller Laxheit im Umgang mit der neuen Krankheit
aus Bequemlichkeit und Profitstreben heraus;
aller Politik, die nur Wählerstimmen im Sinn hat,
nicht aber die Wahrheit
und Wohlergehen für möglichst viele
und nicht nur im eigenen Land!

Gott, du guter Hirte!
Weise uns hingegen den rechten Weg,
Deine Weg der Liebe und Solidarität,
wo der Starke die Hand des Schwachen ergreift,
wo die mehr gibt, die mehr hat
und niemand sich schämen und devot betteln muss,
wenn er oder sie nach der schlimmen Zeit weniger hat.
Lass uns aber auch gutes Neues bewahren,
das uns die Krise gelehrt hat.

Und Gott, im Namen Deiner Propheten
und im Namen Jesu, des guten Hirten,
die allesamt Gerechtigkeit gepredigt haben!
Befördere - wenn nötig - eine Politik,
die die gerechte Verteilung der Krisenlasten
ebenso entschlossen
und mit ebenso harter Hand organisiert
wie jetzt den Kampf gegen die Infektionen.

Ewiger guter Hirte!
Vergiss aber auch nicht die vielen Einzelnen,
die aktuell, dazu oft sehr allein gelassen,
mit Leid zu kämpfen haben
- und nicht nur als Folge des Virus:
Sterbende und Trauernde,
Kranke und mit anderen Einschränkungen Kämpfende,
all die Flüchtlinge, die vor noch ganz anderen
Leidursachen als dem Virus und der Krankheit
das Weite gesucht und bisher nicht gefunden haben,
all die in Hass, Lüge und Gewalt Verstrickten,
die Opfer jener Unfälle, Fehlentscheidungen
und Katastrophen, die wir vor lauter „Corona“
gar nicht mehr wahrnehmen.
Bewahre Deine gefährdete Schöpfung,
unsere Um- und Mitwelt!

Gott, nimm alle Leidenden an Deine Hirtenhand
und wende ihre Not.
Aber nimm auch uns an Deine Hand.
Du nämlich bist unsere einzige Hoffnung
auf dem Weg durch die Zeit an Ziel der Ewigkeit.

Und was jetzt nicht laut gesagt wurde,
uns aber ebenso am Herzen liegt,
sei nun mit hineingenommen in das Gebet Jesu:

„Vater unser im Himmel!
Geheiligt werde dein Name.
Dein Reich komme.
Dein Wille geschehe, wie im Himmel, so auf Erden.
Unser tägliches Brot gib uns heute.
Und vergib uns unsere Schuld,
wie auch wir vergeben unseren Schuldigern.
Und führe uns nicht in Versuchung,
sondern erlöse uns von dem Bösen.
Denn dein ist das Reich und die Kraft
und die Herrlichkeit in Ewigkeit.
Amen.“

---

P.S.: ICH LADE AUCH HERZLICH DAZU EIN, MIR IHRE UND EURE GEBETSANLIEGEN MITZUTEILEN. DANN KANN ICH SIE IN MEINE TÄGLICHEN GEBETSVORSCHLÄGE MIT AUFNEHMEN (einfach per E-Mail an andreas.odlozinski@ekir.de senden)!


Abendgebet in der Corona-Krise am Samstag, dem 25. April 2020

Um 19 Uhr beten wir in Oberhausen und Duisburg wieder gemeinsam. Die Glocken läuten, gleichzeitig ruft inzwischen auch der Muezzin. Kerzen werden angezündet.

 

Bei mir steht heute, am Samstag, dem 25. April 2020 um 19 Uhr eine von meiner Frau im Rahmen des Wocheneinkaufes bestellte und mitgebrachte Kerze. Inzwischen sind erheblich mehr Geschäfte wieder offen. Einerseits gut. Denn es leben viele vom Verkauf und ich möchte ehrlich gesagt auch nicht, dass nur ein gewisser Amerikaner, bei dem man online alles bekommt, noch reicher wird, die Städte veröden und viele Menschen in unserer Nachbarschaft, wenn überhaupt, dann nur noch zu mäßigen Konditionen eine Chance als seine Angestellten haben… Andererseits entstehen so immer mehr Berührungsflächen mit Ansteckungspotential… Und dann stehen wir vor der Frage, wie gehen wir mit der bald gegebenen Möglichkeit um, wieder Gottesdienste feiern zu können? Noch mehr Problemzonen der genannten Art und nun sind wir als Deine Kirche und Gemeinden verantwortlich…
Von daher werde ich heute Abend wie folgt beten und lade ein, es mir gleich zu tun:
---
Lebendiger Gott!
Zu unserem Dasein gehört es,
Dinge zu gebrauchen
und dabei auch zu verbrauchen.
Wir nehmen sie uns aus der Natur.
Wir verarbeiten, kaufen und verkaufen.
Handel und Wandel gehört zum Menschsein.
Danke für all die Gaben und Begabungen,
die dazugehören und uns so
unser Leben ermöglichen.
In den letzten Wochen waren die
Möglichkeiten in diesem Bereich
für uns stark eingeschränkt,
sind es an vielen Stellen immer noch.
Aber es haben sich in den letzten Tagen
doch erheblich mehr Türen wieder geöffnet.
Das nehmen wir dankbar wahr.
Doch es bleiben Zweifel und Fragen:
Werden sich die Viren
und damit die Erkrankungen,
vor allem auch die schweren,
dadurch nicht weiter ausbreiten?
Vielleicht so weit, dass wir
ihrer nicht mehr Herr werden -
so, wie an zu vielen Orten
in den zurückliegenden Wochen:
in China und Norditalien,
in Spanien, im Elsass, in den USA…?
Was wenn? Wenn wir nur wüssten?
Gott, wir wünschen uns Sicherheit
in unseren Entscheidungen.
Und merken wieder einmal
- wie so oft in der letzten Zeit:
Wir sind nicht Du.
Allwissenheit ist nicht Teil
unseres Bauplanes.
Doch wenn wir der Bibel folgen,
sehen wir, dass sie nicht einmal
zu Deinen Eigenschaften gehört.
Bei Dir ist Leben ein Wagnis,
ein Wagnis im Vertrauen darauf,
dass alles, was immer geschieht,
ein gutes Ende findet,
dass es so in Ordnung ist, wie es ist.
Leben, wie Du es schenkst,
ist eben immer lebensgefährlich.
Aber Du schreibst auch
auf krummen Wegen gerade.
Ja, bei Dir kann auch ein Weg
durch Leid, Tod
und scheinbares Versagen
zu Auferstehung und Sieg führen -
der Weg Deines Sohnes, Dein Weg!
Das dürfen wir bei aller Sorge
und Angst nicht vergessen!
Bald steht ein weiteres Wagnis an.
Gemeinsame Feiern in Deinem Namen
sollen wieder möglich sein.
Sie fehlen vielen von uns so sehr.
Medial vermittelter Ersatz
bleibt im Charakter lückenhaft,
wirkt nicht wirklich echt,
bleibt Ersatz, nicht Original…
Oder war das, was unser Leben
und Glauben in Deinem Licht
bisher ausmachte nur alter Kram
und längst wegzuwerfen?
Wolltest Du, Gott,
mit der jetzigen Lage vielleicht
endlich „tabula rasa“ machen
mit unseren alten Kirchenzöpfen?
Fragen über Fragen…
Gott, gib doch Antwort!
Oder müssen wir einfach machen,
wagen, entscheiden und dabei
gewiss sein: Du bist da?
Auch wenn etwas schief geht.
Einfach unsere Begrenztheit
und Deine Begrenztheit annehmen.
Denn Nichtstun ist ja genauso Nichtsein,
wie auch der Tod Nichtsein ist.
Gott, hilf uns im Entscheiden!
Wenn wir es uns von Dir aber
wünschen dürfen, Allmächtiger,
dann mach der neuen Krankheit,
die wir „Corona“ oder „Covid-19 nennen,
ein Ende, hilf uns, Lösungen zu finden,
sie zu besiegen, ebne uns so
den Weg in die Zukunft!
Ja, Gott, sei bei uns, hilf uns,
heute und morgen und in Ewigkeit!
Und gemeinsam beten wir mit Jesu Worten:
„Vater unser im Himmel!
Geheiligt werde dein Name.
Dein Reich komme.
Dein Wille geschehe,
wie im Himmel, so auf Erden.
Unser tägliches Brot gib uns heute.
Und vergib uns unsere Schuld,
wie auch wir vergeben unseren Schuldigern.
Und führe uns nicht in Versuchung,
sondern erlöse uns von dem Bösen.
Denn dein ist das Reich und die Kraft
und die Herrlichkeit in Ewigkeit.
Amen.“
---
P.S.: ICH LADE AUCH HERZLICH DAZU EIN, MIR IHRE UND EURE GEBETSANLIEGEN MITZUTEILEN. DANN KANN ICH SIE IN MEINE TÄGLICHEN GEBETSVORSCHLÄGE MIT AUFNEHMEN (einfach per PN via facebook-Messenger an mich senden)!